Hochfrankens Söhne brachten den Buchdruck voran

Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen einer wegweisenden Revolution: Vor 500 Jahren hatte ein bis dato recht unscheinbarer Mönch namens Martin Luther 95 Thesen an die Tür der Kirche zu Wittenberg genagelt (jedenfalls nimmt man dies bis heute an) und damit die „Reformation“ begründet.
Innovation made in Hochfranken: Der Diwilli von Carl Wilfert aus Kirchenlamitz

Hätten Sie gewusst, dass die berühmte „Kartoffel- und Rübenwaschmaschine Diwilli“ von Carl Wilfert aus Kirchenlamitz im Fichtelgebirge erfunden worden ist? Dieses Gerät, das man bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auf fast jedem landwirtschaftlichen Betrieb vorfand, hat die Verarbeitung der Knolle elementar vereinfacht – und diente, das allerdings nur am Rande, vermutlich auch als Vorlage für die bis heute gebräuchlichen Lotto-Ziehmaschinen… Die Menschen Nordoberfrankens setzen eben Maßstäbe und haben immer wieder bedeutende Erfindungen gemacht und daraus tolle Unternehmen aufgebaut. Und was damals „Hardware“ war ist heute „Software“ und digital. Dabei hat jede Idee ihre Geschichte und den Diwilli hätte es ohne die Kartoffel nicht gegeben. Und die hat in Oberfranken eine ganz eigene, höchst interessante Historie.
Karl Zapf – Lokalpolitiker und Dampf-Macher mit Vision

Nicht nur große Gründer verändern die Welt: auch im Kleinen gab und gibt es genügend Menschen, die ihre eigene Lebenswelt voran brachten – und immer wieder bringen. Einer von Ihnen war Karl Zapf aus Münchberg.
Karl Slevogt: Automobil-Pionier aus Sparneck

Als erster Mensch erklomm er im „Phönix“ den Gipfel des Waldsteins mit einem Automobil: Karl Slehvogt aus Sparneck.
Auf der Jagd nach dem weißen Gold

Rosenthal und Hutschenreuther sind Leuchttürme der Gründungskultur in Hochfranken. Erfindergabe, Spirit und Geschäftssinn sorgten für den Erfolg.
Robert Zahn: Der ungekrönte Stickmaschinenkönig

Der Münchberger Erfinder Robert Zahn reovolutionierte die Produktion von Plauener Spitze mit seinem „Zahn-System“. Durch ein Lochkartensystem konnten die Maschninen viel schneller „programmiert“ werden und entscheidende Produktionsvoteile bieten.
Erhard Ackermann: Glanz auf Stein

Erhard Ackermann lernte auf der Walz polierten Mamor kennen. So wollte er seinen heimatlichen Granit sehen und schuf die enstprechenen Schleifmaschinen.
Georg Hacker: the high flying Münchberger!

Exzellente Gründer und Weggefährten von Gründern gab und gibt es schon immer in unserer Gegend. Und einige Namen in der Geschichte zaubern jedem – egal, ob jung oder alt – ein Funkeln in die Augen. Ferdinand Graf von Zeppelin ist einer davon: Einst für seine Idee, mithilfe eines gigantischen Luftschiffes in den Himmel zu steigen, als „Narr vom Bodensee“ verspottet, zählt er heute zu den berühmtesten Deutschen überhaupt. Immerhin schaffte er etwas, wovon die Menschheit schon seit Jahrhunderten träumte: Er flog. An der Seite des Grafen indes wirkte Georg Hacker, ein Münchberger, dessen Name heute zwar beinahe komplett in Vergessenheit geraten ist, der jedoch einen elementaren Anteil daran hatte, den Träumen des Visionärs von Lindau die sprichwörtlichen (und buchstäblichen) Flügel zu verleihen.
Die zündende Idee – light my fire!

Gründerpersönlichkeiten und Erfinder sind hier in der Gegend keine Seltenheit. Viele bahnbrechende Innovationen gingen von hier aus um die Welt. Einer dieser Gründer war Johann Wolfgang Döbereiner, der Miterfinder des Feuerzeugs – ein Münchberger.