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Flugzeuge tracken – So baust du dir deinen eigenen Flightradar

Jan-Lucas Menger
17. August 2021 • 4 Min. Lesezeit

Flugzeuge und fliegen im allgemeinen begeistern die Menschheit haben schon viele Menschen begeistert. Ja, ganze Generationen sind fasziniert vom Fliegen.
 
 
Während es für den einen der Flug zum Businessmeeting oder in den Urlaub ist, ist es für den anderen viel mehr, denn die Technik rund um das Fliegen ist mindestens genauso interessant.
 
 
Wir möchten einen Einblick in einen Teil der Technik geben und aufzeigen, wie man mit einer „Low-Budget-Lösung” Flugbewegungen verfolgen und aufbereiten kann. Dazu haben wir mit Hilfe von flightradar24.com eine Empfangsstation auf das Dach des Gründerzentrums gebaut.
 
 
 

Was brauche ich, um einen Flightradar zu bauen?

 
 
 

Folgende Dinge werden dafür benötigt:

 
 

  1. ein Empfangsmodul für Funkwellen
  2. eine entsprechende Antenne
  3. ein Computer an dem das alles angeschlossen werden kann
  4. Software die das ganze auslesen und auswerten kann
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    Raspberry Pi 4 mit 2 GB RAM

     
     
     

    Unser Setup:

     
     

    • ADS-B Dongle (Empfänger): Nooelec NESDR SMArTee
    • Empfangsantenne für 1090 MHz
    • Computer: RaspberryPi 4 mit 2 GB Ram
    • Software: fertig konfigurierte Image von „fligthradar24.com

     
     
     

    Die Technik hinter Flightradar

     
     
     
    Wie funktioniert das technisch:
     
     
    Flugzeuge übermitteln Ihre Daten wie Position Höhe, Geschwindigkeit, Flugnummer und viele weitere via ADS-B (Automatic Dependent Surveillance – Broadcast). Die Daten sind im Bereich der zivilen Luftfahrt nicht verschlüsselt und jeder, der möchte kann diese Informationen legal empfangen.
     
     
    Die Daten werden in einem Protokoll zusammengefasst und auf 1090 MHz gefunkt. Die Bodenstation kann diese Daten empfangen, einspeisen und die entsprechende Software zeigt dies verständlich auf. Rein rechnerisch ist es möglich mit dem o. g. Setup einen Umkreis von 370 km (200 Seemeilen) abzudecken. Das kann in Abhängigkeit von Sender und Empfänger abweichen.
     
     
     

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    Funkwellenempfänger mit dazu gehöriger Antenne

     
     
     

    Die Software hinter Flightradar

     
     
     
    Was leistet die Software:
     
     
    Der Vorteil an der Nutzung der fertigen Software von „fligthradar24.com” ist, dass man einfach das Image auf die SD Karte des Computers lädt, die Komponenten ansteckt und sofort mit der Flugzeugbeobachtung beginnen kann.
     
     
    Mit dem Image wird man aufgefordert die Daten der Bodenstation anzugeben, also Standort, Höhe, sowie den Flightrad-Sharing Key. Damit landen die gesammelten Daten auf der Webseite und in der App von Flightradar24. Mit dem eigenen kleinen System hilft man die Abdeckung und Genauigkeit des globalen Systems zu verbessern. Im Falle man möchte seine Daten nicht mit Flightradar24 teilen, kann man die Software Dump1090 installieren und eine eigene Lösung kreieren.
     
     
     

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    Fertig gebauter Zustand des Flightradar

     
     
     

    Flightradar des Einstein1

     
     
     
    Mit unserem Aufbau und der Platzierung auf dem Dach, schaffen wir eine Abdeckung von guten 150-200km, je nach Witterungsverhältnissen. Damit liegen wir im Durchschnitt, wenn man sich die Statistiken auf Flightradar24 anschaut. Unser Setup kostet ca. 100€.
     
     
     

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    Flightradar auf dem Dach des Einstein1

     
     
     
    Nach der Montage des Flightradars kann man mit etwas Glück einige Flugzeuge tracken und auf seinem Bildschirm sehen. Auch mit unserem Flightradar im Einstein1 hatten wir bereits einige Flugzeuge im Blick und können diese auf ihren Flügen begleiten.
     
     
     
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    Flugzeuge über dem Hofer Land getrackt vom Flightradar des Einstein1

     
     
     
    Wir wünschen viel Spaß beim Nachbauen und Experimentieren.
     
     

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