Startup Flowdust: Online-Umfragen, an denen man gerne teilnimmt
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Flowdust Interview

Startup Flowdust: Online-Umfragen, an denen man gerne teilnimmt

Umfragen auf Websites sind oft umständlich, lang und kompliziert – und sind deshalb nicht erfolgreich. Das Startup Flowdust aus Wunsiedel hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Problematik anzugehen und mehr Online-User dazu zu bringen, an Online-Umfragen teilzunehmen. Warum sie das gemacht haben und wie sie mit ihrer Idee erfolgreich werden wollen, erzählen die Gründer Kevin und Ariane Pollak im folgenden Interview.

 

 

Ralf Österreicher: Ihr seid Studenten der Hochschule Hof und gründet gerade gleichzeitig mit Flowdust ein Startup im IT-Bereich. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

 

Flowdust: Wir hatten vorher einige kleinere Apps und Webseiten programmiert und waren auf der Suche nach etwas Neuem. Wie bei jedem neuen Projekt überlegten wir uns, was wir und andere Personen brauchen könnten. Um das herauszufinden, kamen wir zu der Idee, Umfragen durchzuführen. Allerdings fanden wir die meisten Umfragen, so wie sie im Moment sind, nicht sehr gut, da sie meist sehr lang waren. Wir überlegten uns, wie wir selbst an Umfragen teilnehmen würden. So kamen wir auf die Idee von Flowdust und haben dann eine erste Version, ein Minimum Viable Product gebaut.

 

 

: Worum geht es bei Flowdust?

 

FD: Flowdust ist ein Internetdienst, der es ermöglicht, einfache Umfragen (sog. Flowters) auf der eigenen Website durchzuführen. Einfach deshalb, um die Umfragen kurz (wir erlauben maximal 4 Fragen) und schnell beantworten zu können.

Flowdust Screen

So sieht das Backend von Flowdust aus. Einfach und schnell können hier Online-Umfragen, sog. “Flowters”, erstellt werden.

: Wie sah der Prozess von der Idee zum wirklichen Durchstarten mit dem eigenen Unternehmen aus?

 

FD: Wir wussten schon von Anfang an, dass wir uns irgendwann einmal selbstständig machen wollten. Als wir dann die Idee für Flowdust hatten, haben wir uns natürlich erst einmal erkundigt, ob es so etwas schon gibt bzw. überhaupt gebraucht wird. Dann haben wir uns mit der technischen Umsetzung befasst und zudem sehr viel am Design herumprobiert. Als wir einen fertigen Prototyp hatten, haben wir uns an das Digitale Gründerzentrum gewandt.

 

 

: Erzählt mal von euren ersten Schritten. Wie fandet ihr heraus, dass eure Idee am Markt eine Chance hat?

 

FD: Feedback und Umfragesysteme gibt es ja schon seit geraumer Zeit. Große Firmen wie Microsoft oder Toyota setzen beispielsweise darauf. Wir wussten also, dass es einen Markt dafür gibt. Allerdings gab es meist nur Umfragen, die unter anderem persönliche Daten wollten oder viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir wollen das alles etwas vereinfachen, damit man an Umfragen auch tatsächlich teilnehmen möchte.

 

 

: Welche Mittel habt ihr genutzt, um eure Chancen zu evaluieren?

 

FD: Natürlich wollten wir Flowdust auch entwickeln, damit wir es selbst benutzen können. Unabhängig vom Projekt, Feedback oder Kundenmeinungen sind immer nützlich. Wir haben sehr viel im Internet recherchiert, geschaut, was es schon gibt, was wirklich genutzt wird usw. Auch Einstein1 hat uns zuerst einmal Feedback gegeben, ob unsere Idee überhaupt Erfolgsmöglichkeiten hat.

 

 

: Ihr wurdet von Anfang an vom Digitalen Gründerzentrum unterstützt. In welcher Form?

 

FD: Durch Einstein1 sind wir einen großen Schritt weitergekommen. Als wir unsere Idee vorgestellt hatten, haben wir sofort Tipps zur Verbesserung, aber auch allgemein zur Unternehmungsgründung bekommen. Uns wurde zudem ein Datenschutzbeauftragter empfohlen, da wir wegen der DSGVO noch unsicher waren. Geschäftsführer Hermann Hohenberger hat sogar freundlicherweise unser Widget zum Testen auf seine eigene Website genommen. So einen tollen Service bekommt man wohl sonst nicht so einfach und unkompliziert.

Kevin und Ariane Pollak von Flowdust

Wenn Geschwister gründen: Kevin und Ariane Pollak von Flowdust.

: Habt ihr Formate wie den Digital Donnerstag genutzt, um euch mit anderen Gründern der Region zu vernetzen?

 

FD: Bisher waren wir leider noch nicht dort, aber wir finden beide die Idee mit dem Digital Donnerstag super. Er ist perfekt für Gründer, ganz egal in welcher Unternehmensphase man sich gerade befindet. Wir werden auf jeden Fall noch einige der Veranstaltungen besuchen.

 

 

: Welche Fehler habt ihr gemacht bzw. welche Fehler könnte man relativ leicht vermeiden?

 

FD: Einer unserer größten Fehler ist wahrscheinlich, dass wir etwas anfangen, dann aber eine andere Idee haben und dadurch vieles wieder verwerfen. Gerade am Design haben wir sehr oft etwas geändert. Am Anfang zum Beispiel sollte der Dienst noch gar nicht Flowdust heißen. Es ging uns hauptsächlich um Feedback, nicht nur um Umfragen, daher wollten wir unser Projekt „FeedSnack“ nennen. Es sollte ein Wortspiel mit Feedback und Snack sein. Warum gerade Snack? Das hatte eigentlich keinen wirklichen Grund, FeedSnack klang einfach fast wie Feedback und wir mochten das Wort. Wir hatten dann auch überall Keks-Icons platziert und die Farben darauf abgestimmt. Überall war das Snack-Thema zu finden. Allerdings haben wir dann festgestellt, dass wir uns doch seriöser aufstellen wollen und uns dann auf den Namen Flowdust geeinigt.

 

 

: Wie sehen Ihre nächsten Schritte aus?

 

FD: Zuerst einmal freuen wir uns natürlich schon auf den Launch. Danach soll sich unser Internetdienst natürlich weiterentwickeln und immer besser werden. Wir planen zum Beispiel, zusätzliche andere Widgets zu bauen und diese auch personalisierbar zu machen. Auch das Einbinden in die eigene Website wollen wir noch weiter vereinfachen.

 

 

: Wann wollt ihr starten und wie ist die Internetadresse?

 

FD: Nachdem die Sache mit dem Datenschutz geregelt ist, wird es noch ein paar Beta-Tests geben und danach kann es losgehen. Die Internetseite lautet www.flowdust.com.

 

Herzlichen Dank!

 

Das Interview führte Ralf Oesterreicher.

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Ralf Oesterreicher

Klassische Journalistenausbildung. Tageszeitung, Fachmagazine, Agenturen und schließlich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Hochschule Hof und das Digitale Gründerzentrum Einstein1.

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