Whitelisting: so erreichen deine E-Mails ihr Ziel
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Whitelisting: so erreichen deine E-Mails ihr Ziel

Im E-Mail Marketing ist jede nicht zugestellte E-Mail eine verpasste Chance. Der Adressat sieht diese E-Mail nicht, kann sie nicht öffnen und folglich die gewünschte Aktion nicht durchführen. Das Whitelisting deiner Absenderadresse ist eine Möglichkeit, mit der du die Zustellrate deiner E-Mails deutlich verbessern kannst. Vorausgesetzt, du zählst zu den seriösen Versendern.

 

Wir zeigen dir in diesem Post, was Whitelisting genau bedeutet und wie du die Zustellbarkeitsrate deiner E-Mails erhöhen kannst.

 

 

 

Was bedeutet Whitelisting?

 

Als Whitelisting wird der Eintrag der IP-Adresse und / oder der Domain eines E-Mail-Versenders in eine Whitelist bezeichnet. Eine Whitelist, auf deutsch weiße Liste oder Positivliste, ist ein Verzeichnis mit den E-Mail-Adressen / IPs von als vertrauenswürdig eingestuften Mail-Versendern. Durch Whitelisting soll erreicht werden, dass die E-Mails der gelisteten Versender den Empfängern zuverlässig zugestellt werden.

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Wie funktioniert Positivlisting?

 

Programme für das Whitelisting deiner E-Mail-Adresse werden zum Teil von den Providern selbst aber auch von kommerziellen Anbietern und Interessenverbänden zur Verfügung gestellt.

 

Die bekannteste kostenlose Whitelist ist die DNS-Whitelist.

 

Spamhaus, Return Path sowie die Certified Senders Alliance (CSA) sind kommerzielle, das heißt kostenpflichtige Anbieter. Die Certified Senders Alliance stellt für Provider im deutschsprachigen Raum eine der am meisten genutzten Whitelists zur Verfügung.

 

In den USA sind Yahoo Bulk Sender und die AOL Whitelist bekannte Anbieter von Whitelisting Diensten, die eigene Whitelists führen.

 

Damit deine E-Mail-Adresse in eine Whitelist aufgenommen wird, musst du dich bei einem dieser Anbieter anmelden und bestimmte Kriterien erfüllen.

 

Diese Aufnahme- und Prüfungskriterien variieren von Anbieter zu Anbieter. Vor allen Dingen spielt deine Reputation als E-Mail Versender eine wichtige Rolle dabei, ob das Whitelisting deiner IP erfolgt oder nicht.

 

In den folgenden Abschnitten findest du einige Best Practice und Tipps, die du für eine ausgezeichnete Reputation beachten solltest.

 

 

Pflege deine E-Mail Kontakte regelmäßig

 

Weise der E-Mail-Adresse jedes Kontakts einen vollständigen Namen zu. Stelle sicher, dass du gekündigte E-Mail Adressen sofort aus dem Verteiler entfernst.

 

Die Empfänger von als unzustellbar markierten Mails solltest du ebenfalls sofort aus deiner Kontaktliste entfernen.

 

Mach es deinen Empfängern so einfach wie möglich, einen Newsletter abzubestellen. Versende E-Mails nur an Empfänger, die ausdrücklich Ihr Einverständnis für den Empfang deines Newsletters gegeben haben (Double-Opt-In).

 

Verschicke keine E-Mails an gekaufte Kontaktlisten. Achte auf eine angemessene Versandfrequenz. Biete deinen Empfängern die Möglichkeit, die Versandfrequenz selbst zu bestimmen und halte dich daran.

 

Und einer der wichtigsten Punkte, der deine Zustellraten signifikant verbessern kann: Bitte deine Empfänger, deine E-Mail-Adresse ins persönliche Adressbuch aufzunehmen!

Newsletter E-mail zu Adressbuch hinzufügen

Damit Newsletter weniger von Spam-Filtern aussortiert werden empfiehlt es sich, seine Abonnenten nach der Anmeldung zum Newsletter darauf hinzuweisen, die Absenderadresse im eigenen Adressbuch zu speichern (Quelle: http://bit.ly/2PJqnLt).

Deine Absender-Adresse

 

Verwende für den Newsletter-Versand keine noreply E-Mail Adresse und keine kostenlosen, webbasierte E-Mail-Adressen beispielsweise von Gmail, Web.de oder GMX.

 

Wichtig ist eine seriöse Absenderadresse, die mit einer aktiven und SSL verschlüsselten Webseite verknüpft ist, zum Beispiel newsletter@meine-webseite.de. Stelle sicher, dass der WHOIS-Eintrag für diese Webseite vollständig und aktuell ist.

 

 

Inhaltliche Gestaltung deiner E-Mails

 

Vermeide vor allem in der Betreffzeile deiner E-Mails kryptische Symbole, die häufige Verwendung von Satzzeichen und kontinuierliche Großschreibung um Aufmerksamkeit zu erregen.

 

Die meisten Spam-Filter nutzen diese Kriterien, um E-Mails auszusortieren. Spam-Themen und von Spammails häufig verwendete Schlagwörter in der Betreffzeile solltest du ebenfalls vermeiden.

 

Überlade HTML-Mails nicht mit Bildern. Sorge für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Text und Bildern. Die meisten E-Mail Clients unterdrücken aus Sicherheitsgründen die Darstellung von Bildern in HTML Mails.

 

Nutze daher auf jeden Fall das Alt-Tag, um eine Bildbeschreibung für jedes Bild anzuzeigen. Der Empfänger kann dann selbst entscheiden, ob ihn die Bilder interessieren und er die Bilder lädt oder nicht.

 

Verlinke aus deinen E-Mails immer nur auf die eigene Webseite, möglichst nie auf fremde Domains. Achte auf eine korrekte Rechtschreibung und sprich den Empfänger im E-Mail-Body persönlich an.

 

Mails von Spammern enthalten oft haarsträubende Rechtschreibfehler und es fehlt meist die persönliche, weil unbekannte Anrede. Verwende daher auf keinen Fall die E-Mail-Adresse des Empfängers als Anrede in deinen Mails.

Infografik E-Mail-Zustellbarkeit

Darauf gilt es in Sachen E-Mail-Zustellbarkeit zu achten (Quelle: http://bit.ly/3am9C0A)

Warum ist das Whitelisting von E-Mails wichtig?

 

Um zu verstehen, warum das Whitelisting von E-Mails insbesondere für das E-Mail Marketing wichtig ist, solltest du wissen, wie E-Mails normalerweise behandelt werden, bevor sie beim Empfänger ankommen.

 

E-Mails durchlaufen nämlich bei deinem Provider und beim Provider des Empfängers mehrere Stationen, bevor sie letztendlich im adressierten Postfach landen.

 

Zunächst wird von vielen Providern geprüft, ob die IP des Absenders in einer Blacklist gelistet ist. Eine Blacklist ist das Gegenteil einer Whitelist.

 

In einer Blacklist werden IPs und Domains eingetragen, die als nicht vertrauenswürdig und unseriös angesehen werden.

 

Das Blacklisting deiner IP bedeutet, dass deine E-Mail sofort aussortiert und garantiert nicht zugestellt wird. Unabhängig davon, ob sie über den Mailserver eines Providers oder deinen eigenen Mailserver verschickt werden.

 

Wenn deine IP dagegen in einer Whitelist, entweder beim Provider des Empfängers oder bei einem Dienstleister, auf den der Provider zurückgreift, gelistet ist, umgeht deine Mail in der Regel die folgenden Schritte und wird dem Empfänger sofort zugestellt.

 

Ohne Whitelisting durchlaufen deine E-Mails in der Regel die folgenden Stationen:

 

 

 

Throttling, Greylisting und Spam-Filter

 

Das sog. Throttling, auf deutsch “Drosselung” ist eine Maßnahme des eigenen Providers. Beim Throttling gibt der Provider eine maximale Anzahl E-Mails vor, die du über den Mailserver in einem bestimmten Zeitraum an deine Empfänger verschicken kannst.

 

Wenn du dieses Limit beim Versand überschreitest, werden deine E-Mails blockiert. Steht deine IP in einer Whitelist, gibt es dieses Limit nicht.

 

E-Mails von IPs, die weder in einer Blacklist noch in einer Whitelist stehen, werden im Rahmen des sog. Greylisting beim ersten Zustellversuch vom Provider des Empfängers abgewiesen. Die Zustellung erfolgt erst beim zweiten Versuch.

 

Der Grund für dieses Vorgehen ist, dass Spam-Bots meist nur einmal versuchen, eine Mail zuzustellen. Mithilfe des Greylisting, einer Vorstufe des Blacklistings, werden so Spam-Mails in einem ersten Schritt aussortiert.

 

Der wichtigste Schutz vor unerwünschten Mails ist jedoch der Spam-Filter. Spam-Filter werden je nach E-Mail-Anbieter unterschiedlich konfiguriert, sortieren jedoch unerwünschte oder schädliche E-Mails anhand bestimmter Kriterien aus.

 

Die Mails werden bei Auffälligkeiten dann entweder sofort gelöscht oder landen im Spam-Ordner des Empfängers. Das letzte Hindernis vor der Zustellung ist der Spamfilter des Empfängers, der bei den meisten Anbietern individuell konfiguriert werden kann.

 

Wenn ein Empfänger eine deiner Mails in den Spam-Ordner verschoben hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch weitere Mails im Spamordner landen.

 

Du solltest bedenken, dass nur etwa 16 % der Empfänger sich von einem Newsletter tatsächlich abmelden, wenn sie keine weiteren E-Mails erhalten wollen. Die übrigen Empfänger löschen die Mails oder verschieben sie in den Spam-Ordner.

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Wie läuft es bei T-Online, GMX und Web.de

 

Wenn du die Empfänger deiner Mails bittest, deine E-Mail-Adresse in Ihr Adressbuch aufzunehmen oder in ihre Whitelist einzutragen, hast du eine wesentliche Hürde bei der Zustellung deiner Mails genommen.

 

Der Eintrag deiner E-Mail-Adresse bei den drei großen Providern T-Online, GMX und Web.de ist mit wenigen Klicks erledigt.

 

 

Die Positivliste bei T-Online

 

T-Online-Nutzer müssen für den Eintrag einer E-Mail-Adresse in die Positivliste im Kundencenter oder der T-Online E-Mail-Software den Link zur Einrichtung der “Spamschutz-Plus” genannten Funktion wählen.

 

Hier kann eine Absender-Adresse in die Whitelist eingetragen und bei Bedarf auch wieder gelöscht werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Empfänger deine E-Mail anklicken und anschließend auf das Symbol “Adresse in Positivliste übernehmen” hinter der Absenderadresse deiner Mail klicken.

 

 

Whitelisting bei GMX und Web.de

 

GMX-User finden nach dem Login in ihrem Account auf der linken Seite den Menüpunkt Whitelist. Nach einem Klick auf den Link wird eine neue Seite mit einem Eingabefeld für die Absender E-Mail-Adresse angezeigt.

 

Nach dem Eintrag der E-Mail-Adresse kann diese in der Whitelist gespeichert werden. GMX gibt an, dass Mails von in der Whitelist gespeicherten Absenderadressen auf jeden Fall zugestellt werden.

 

Da GMX und Web.de zum gleichen Unternehmen gehören, ist das Vorgehen für das Whitelisting bei Web.de identisch mit dem bei GMX.

 

 

 

Fazit: schon kleine Kniffe erhöhen die Zustellrate deutlich

 

Whitelisting kann dir helfen, die Zustellrate deiner Marketing-Mails zu erhöhen. Whitelisting ist jedoch kein Freibrief für den Spamversand.

 

Wenn deine E-Mail-Adresse in eine Whitelist eingetragen wurde, solltest du dich an die Spielregeln halten.

 

Ein seriöses und vertrauenswürdiges Verhalten verhindert nicht nur, dass deine E-Mail-Adresse sehr schnell auf einer Blacklist landet.

 

Provider wie Google Mail oder GMX, die keine eigenen Whitelists führen, verlassen sich auf ihre Filterfunktionen.

 

Eine ausgezeichnete Reputation ist die beste Voraussetzung, damit deine Mails bei diesen Providern zugestellt werden.

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Niko Emran

Hi, ich bin Niko. Als Redakteur und Blogger beim digitalen Gründerzentrum Einstein1 in Hof schreibe ich über Online Marketing, Gründer und Startups. Meine Leidenschaften? Online Marketing und Entrepreneurship!

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