Chiang Mai: Chris Spiegl aus Hochfranken im Mekka der digitalen Nomaden
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Christ Spiegl, digitaler Nomade

Chiang Mai: Chris Spiegl aus Hochfranken im Mekka der digitalen Nomaden

Chris Spiegl ist ein echter digitaler Nomade. Technologisch und vom Lifestyle her ganz vorne dran. Und er hat Wurzeln hier in Hochfranken, hat an der Hochschule Hof studiert und ist auf der ganzen Welt daheim. Im Sommer 2017 hat er uns besucht, Zwischenstopp und Gedankenaustausch. Seitdem folgen wir uns. Hier seine Gedanken aus dem fernen Osten:

 

Gründet man eine Firma, so denken viele als erstes: “Wo könnte ich denn nur mein Office einrichten?” Man muss Mietpreise bedenken, die verschiedenen Möglichkeiten zum Netzwerken, Anbindung an das Verkehrsnetz und natürlich wäre es auch schlau daran zu überlegen wo man am besten den Kontakt zu Kunden aufbauen kann. Doch über all diese Dinge macht sich eine Gruppe von Gründern keine Gedanken (oder zumindest auf eine ganz anderen Weise): die Digitalen Nomaden, Remote Worker, oder Ortsunabhängige Unternehmer.

Der Digitalisierung sei dank, braucht man heute für viele Unternehmen kein festes Office mehr. Man muss sich nicht zwangsläufig an einen fixen Ort binden, also warum sollte man? Es ist doch viel gemütlicher am Strand zu arbeiten – so lautet jedenfalls das Klischee. In der Realität sieht es etwas anders aus. Auch als Nomade gibt es Orte die interessanter sind als andere. In diesem Artikel soll es um einen dieser Orte gehen: Chiang Mai im Norden Thailands.

 

Christ Spiegl: hello out of my mobile coffee-shop-office in Chiang Mai

Christ Spiegl: hello out of my mobile coffee-shop-office in Chiang Mai

 

Aber bevor ich beschreibe kann was Chiang Mai aus macht und warum es im Fokus vieler Nomaden liegt, ein paar Sätze zu mir: ich bin seit September 2016 “on the road”. Habe seit dem in 14 Ländern mein mobiles Office aufgebaut, und genieße die Freiheit welche ich dabei genieße. Anfangs hat es mich zunächst nur nach Tarifa in Spanien gezogen. Doch dort habe ich viele super Menschen kennen gelernt die mir dann von weiteren Orten und Events erzählt haben. Eine Kreuzfahrt über den Atlantik, Konferenzen in Budapest, und eben auch das Mekka für Nomaden: Chiang Mai. Irgendwann war ich überzeugt: ich muss mir diese Stadt mal ansehen. Oktober war es dann soweit und ich bin von Panama über Costa Rica, die USA und Doha nach Chiang Mai geflogen & by the way: ich habe an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hof studiert. Hier mein Luftbild:

 

Warum Chiang Mai ein guter Hotspot ist

 

Zunächst ist Chiang Mai eine relativ Unscheinbare Stadt. In den Bergen von Nord Thailand gelegen ist sie weit weg vom Meer (welches auf viele Nomaden eine anziehende Kraft ausübt), das Leben in der Stadt ist nicht wirklich grün oder naturnah und dank des hohen Verkehrsaufkommens, ist die Luft auch nicht gerade zum durchatmen.

 

Das klingt gerade so als würde ich jedem abraten hier her zu kommen – doch ganz im Gegenteil! Ich bin nach CM gekommen weil ich auf ein Event eingeladen wurde, das Entrepreneur House). Mein Interesse wurde jedoch schon lange vorher geweckt: CM ist immer wieder auf diversen Webseiten aufgetaucht und auch auf der NomadList – eine Kartei in welcher Städte nach ihrer Tauglichkeit für Nomaden bewertet werden – empfiehlt die Stadt auf platz 3, jeder Digitale Nomade den ich getroffen hab redet davon (die meisten positiv) und sogar Professor Günter Faltin (Autor des Bestseller “Kopf Schlägt Kapital”) empfiehlt Chiang Mai immer wieder.

 

So bin ich also hier angekommen. Ich hatte nicht wirklich viele Erwartungen und soweit bin ich auch nicht enttäuscht worden. Das Event für welches ich zunächst in diese Stadt gekommen bin war ein voller Erfolg. Tolle Menschen: motiviert, voller Energie, und jeder arbeitet konzentriert an seinem Unternehmen Dabei war alles dabei: Coaches, E-Commerce Shop Betreiber, und ein Software Team das die Zeit genutzt hat um an einer neuen Startup-Idee zu arbeiten. Und gemeinsam haben wir zwei Wochen verbracht jeder sein eigenes Projekt mit unglaublichem Fokus voran zu treiben.

 

Gleichzeitig habe ich auch anderen Vorzüge von CM kennenlernen dürfen: es gibt immer wieder Treffen, mal um etwas zu lernen, ein andermal einfach zum Netzwerken und austauschen. Es gibt Fluktuation wodurch man immer wieder neue Menschen treffen kann, die meisten Arbeiten entweder an etwas eigenem oder für ein Remote Unternehmen, und allgemein sind alle sehr offenherzig und eifrig. Und nicht zuletzt – der Klassiker – Asien ist aus Westlicher Sicht ein extrem kostengünstiger Ort. Man kann für eine günstige Deutsche Restaurant Mahlzeit dreimal am Tag Essen gehen und die Miete beläuft sich im allgemeinen auf unter 300€ für ein Studio Apartment (mit Pool und Reinigung).

 

Warum es mich hier länger hält

 

Ich bin nun seit sieben Wochen hier (Dezember 2017). Und ich bin immer noch sehr zufrieden. Ein kleiner Ausflug ins Grüne nach Pai für zwischendurch, aber danach direkt wieder zurück. Hauptsächlich geht es hierbei um die Menschen und die Gründe warum sie hier sind. Allgemein bekomme ich auf die Frage: “Warum Chiang Mai?” fast immer die Gleiche Antwort:

 

Ich bin hier um mich auf mein Projekt / Unternehmen zu fokussieren. Ich will kein Meer, keine ablenkendes Freizeitangebot und ein einfaches und günstiges Leben das mir einen möglichst langen Runway für die Gründung gibt.

 

Und genau das gefällt mir. Chiang Mai gibt mir Ruhe. Ich muss nicht kochen wenn ich das nicht will. Ich kann mir das Leben gut leisten und mich voll auf mein Unternehmen und die verschiedenen Projekte konzentrieren. Gleichzeitig gibt es auch nicht so viele Dinge die mich ablenken, und will ich doch mal die Augen vom Laptop nehmen, kann ich mich auf Facebook mit anderen vernetzen und zum Lunch oder Dinner treffen. Der Mindset ist der gleiche, die Energie ist gut, man versteht sich, und das gibt Kraft für den nächsten Tag.

 

Chiang Mai für immer?

 

Ich habe bis jetzt fast zwei Monate hier verbracht. Um Weihnachten werde ich wohl einmal die Grenze überschreiten, ein anderes Land besuchen und dann wieder zurück kommen. Das ist wohl einer der größten Nachteile des Digital-Nomaden-seins: die Visa Probleme sind nicht international vereinheitlicht gelöst und bereiten hin und wieder Kopfschmerzen.

 

Ab Februar 2018 wird man mich dann in Indonesien finden. Dort gibt es einige weitere Hotspots für die digital arbeitende Bevölkerung die ich mir gerne ansehen möchte. Doch nach Chiang Mai werde ich wohl ab jetzt öfter für ein paar Wochen kommen um fokussiert an Projekten wie pushnotice.chat oder Homebase.WORLD zu arbeiten, neue Menschen kennen zu lernen, die ein oder andere Konferenz zu besuchen oder alte Freunde wieder zu treffen (was immer wieder zufällig passiert). Zuletzt wäre es besonders interessant auch ein paar mehr Hofer Gründer hier zu sehen. Egal ob als Vollzeit-Nomade oder zu Besuch. Ein Ausflug in die Nomaden Hochburg kann auf jeden Fall eine transformierende Wirkung haben.

 

Bis bald in Chiang Mai oder irgendwo sonst auf dieser Welt.

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Hermann Hohenberger

Phase 1 im Berufsleben: Privater Hörfunk, Moderation, Vertrieb, Studioleitung, Geschäftsführung. Phase 2: Internet: M&A, Geschäftsführung, Vertriebsaufbau, SEO, Troubleshooting. Und jetzt: 2. Karriere: als Geschäftsführer hier Gründer motivieren, unterstützen und die Region weiter bringen.

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