Sidepreneur: Nebenberuflich erfolgreich gründen
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Sidepreneur: Nebenberuflich erfolgreich gründen

In vielen Medien liest man über die beruflichen Möglichkeiten, als Sidepreneur durchzustarten. Wer nicht direkt hauptberuflich ein Startup gründen möchte, erstmal Business-Luft schnuppern und seine Geschäftsidee ausprobieren möchte, ist hier genau richtig.

 

Als Sidepreneur baut man sich ein Standbein als Unternehmer auf, ohne direkt alles auf eine Karte zu setzten. Denn es geht hier darum, neben dem Beruf einen Start in die Geschäftswelt zu wagen. Der Begriff setzt sich zusammen aus ‘Entrepreneur’ – dieser kommt ursprünglich aus dem Französischen und bezeichnet den Unternehmer. Der Zusatz ‘Side’ steht dafür, das die Selbstständigkeit nebenher, also nicht hauptberuflich ausgeführt wird.

 

Man bewegt sich somit in einer nebenberuflichen Selbstständigkeit – aus der durchaus auch eine komplette Selbstständigkeit oder ein Startup erwachsen kann. Während man im Englischen vermehrt vom Side Hustler spricht, hat sich im Deutschen das Kunstwort basierend auf den Anglizismen etabliert. In diesem Beitrag erfährst du was ein Sidepreneur genau ist, was ihn ausmacht und welche Vorteile die nebenberufliche Selbstständigkeit mit sich bringt.

Sidepreneur
Was einen Sidepreneur ausmacht. (Quelle: www.preneur.de)

Der Alltag als Sidepreneur

 

Der Schritt zum Sidepreneur ist oft geprägt von dem Wunsch etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Und es muss nicht gleich ein Startup sein. Die Motivation hierzu ist meist intrinsischen Ursprungs, also nicht durch Anweisungen vom Chef oder Sachzwängen hergeleitet. Abhängig von der Geschäftsidee kann es dir gelingen, auch als Solopreneur – also alleine – dein Hobby oder eine geliebte Tätigkeit zum Beruf zu machen und damit Geld zu verdienen. Um ein genaueres Bild vom Sidepreneur zu bekommen, ist es ratsam, sich die Vor- und Nachteile genau anzuschauen.

 

Die Vorteile bei der Umsetzung deiner eigenen Idee liegen größtenteils auf der Hand. Es macht Spaß, sich auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Du legst dein eigenes Arbeitstempo fest und im besten Fall fühlt sich der Aufbau deiner Nebenselbstständigkeit überhaupt nicht nach Arbeit an.

 

Wenn du deinen Geschäftsbereich abgesteckt hast, wirst du mit Freude alle wichtigen Bücher zum Thema lesen, Workshops oder Messen besuchen, und kannst dich hierdurch weiterbilden sowie eine Menge Kontakte knüpfen. Von Beginn an ist es möglich, selbstbestimmt zu arbeiten, die meisten beginnen als Solopreneur, also erstmal alleine und ohne Angestellte.

 

Das wiederum kann befreiend sein, aber zugleich auch einen Nachteil darstellen. Besonders dann, wenn es bereits zu Beginn zeitintensive Fleißarbeit zu erledigen gibt, die du alleine neben Job, Freizeit und Familie nicht mal eben so abarbeiten kannst.

 

Auch wenn sich das unternehmerische Risiko zumeist in Grenzen hält, da der Sidepreneur durch seinen Job abgesichert ist, sind für einen Start manche Voraussetzungen zu erfüllen. Du musst über die geplante Investition nachdenken und deine Finanzierung genau planen.

 

Wenn die Geschäftsidee mit kleinen Einstiegsbeträgen umsetzbar ist, ist dies sicher optimal. Durch die Digitalisierung und hochdifferenzierte Handels- und Produktionsstrukturen nicht nur in Deutschland sondern weltweit, kann man viele Dinge auslagern und bereits günstig einsteigen.

 

Die monetäre Investition hält sich je nach Geschäftsfeld auch hier in Grenzen. Sicherlich einen Nachteil stellt der Faktor Zeit dar: Denn gerade als Sidepreneur, der möglicherweise eine wachsende Anzahl an Aufgaben erledigen möchte (z.B. Anmeldung des Gewerbes, Steuerfragen, Produktion, Akquise, Markenauftritt…) heißt es stets, diese Dinge nach der regulären Arbeit oder am Wochenende zu erledigen. Viele nutzen hierfür einen Arbeitsplatz in einem Coworking Space – ein geteiltes Büro mit anderen. Das bringt dir nebenher auch Kontakte und ein wertvolles Netzwerk.

 

 

 

Sidepreneur werden: Eine Übersicht

 

Die Vorteile

 

  • Als Sidepreneur beschäftigst du dich mit einem Thema, das dich interessiert.
  • Eigenständig arbeiten und etwas Neues schaffen kann zufrieden machen und Sinn stiften.
  • Durch die hauptberufliche Festanstellung sind die unternehmerischen Aktivitäten finanziell abgesichert.
  • Geringe Investitionen bedeuten ein geringes unternehmerisches Risiko.
  • Du musst kein Büro anmieten, sondern kannst in einem Coworking Space beginnen.
  • Wer scheitert, steht wieder auf und versucht es von Neuem.
  • Stellen sich erste Erfolge ein, kannst du ggf. hauptberuflich in Teilzeit gehen.
  • Du  bist dein eigener Chef und tust die Dinge so, wie du es möchtest.
  • Als Sidepreneur bildest du dich weiter und knüpfst Kontakte.
  • Sollte deine Unternehmung Erfolg haben, erschaffst du dir nebenher ein zweites Standbein.

 

 

 

Die Nachteile

 

  • Die Zeit für dich als Solopreneur wird knapp – je erfolgreicher sich deine Idee entwickelt, desto mehr Arbeit steht in der Regel an.
  • Freizeit, Familie oder Freunde spielen erstmal eine untergeordnete Rolle.
  • Auch in nebenberuflicher Selbstständigkeit kommst du nicht am deutschen Behördendschungel vorbei.
  • Das Risiko eine gute Idee aufgrund eines zu geringen Zeit- und Geldeinsatzes nicht zum Erfolg zu bringen steigt.

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Erfolgstipps für den Sidepreneur

 

Das Zeitmanagement – von den Großen lernen

 

Vielleicht ist Zeit nicht sofort Geld, aber in jedem Fall wertvoll. Deshalb sollte man sich seine Zeit gut einteilen. Je strukturierter du von Anfang an die Aufgaben und Todo-Listen organisierst, desto effizienter kannst du sie abarbeiten. Hierin unterscheidet sich der Sidepreneur nicht von einem hauptberuflichen Unternehmer.

 

 

Ziele und Visionen – für eine gute Idee mit Zukunft

 

Eine gute Idee oder ein taugliches Geschäftsmodell sind sicherlich die Basis für eine Selbstständigkeit. Doch sollte man nicht mit Zielen geizen. Du solltest dir ruhig etwas zutrauen, Visionen haben und lieber etwas größer denken. Wo möchtest du in 5 Jahren stehen? Wann gehst du ‘all in’ und kündigst deinen Job? Lohnt es sich nach einiger Zeit Mitarbeiter einzustellen? Welches Wachstum wünschst du dir?

 

 

Das Silicon Valley macht es vor

 

Moderne Startups nutzen die Digitalisierung und Software Tools für die Bewältigung ihres Workloads. Hier heißt es hingucken und lernen. Ein gutes Beispiel sind OKRs – die Objective and Key Results – eine Methode, die auch Google verwendet. Hierbei werden 5 klare Ziele für einen bestimmte Zeitabschnitt festgelegt und dann jeweils 4 Möglichkeiten, wie diese erreicht werden können. So arbeitest du zielstrebig und verlierst nicht die Übersicht.

 

 

Ziele und Motivation – Durchhalten lohnt sich

 

Ähnlich wie bei einem Startup bedarf auch der Aufbau einer Selbstständigkeit u.a. Ausdauer und Motivation. Schnelles Aufgeben solltest du unbedingt vermeiden. Dennoch ist scheitern erlaubt – dann geht es eben von vorne los!

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Fazit: Geringes Risiko und viel Potential

 

Ziehst du die unterschiedlichen Anforderungen an einen Selbstständigen gegenüber einem Angestellten in Betracht, so kann man gerade in der Form des Sidepreneurs eine gewisse Sicherheit genießen und trotzdem mit viel Motivation der Verwirklichung einer Geschäftsidee nachgehen.

 

Zu den wichtigsten Erfahrungen, die du als Sidepreneur machen kannst, gehören eigenverantwortliches Arbeiten, freie Entscheidungsfindung, aber auch Verantwortung für dein eigenes Handeln. Ein kostengünstiger Start in einem Coworking Space vereinfacht dir den Einstieg. Wenn du Klarheit über deine beruflichen Ziele finden möchtest, kannst du als Sidepreneur ohne Zeitdruck und im Bereich deiner Wahl nach deinen Vorstellungen experimentieren.

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Michael Winter

Hey, ich bin Michael. Als Werkstudent bei Einstein1 bin ich immer auf der Suche nach wertvollem Content für die Community. Neben Online Marketing interessiere ich mich insbesondere für Social Entrepreneurship und nachhaltige Geschäftsmodelle.

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