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Startup-Ideen: 7 geniale Methoden zur Ideenfindung
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Startup-Ideen: 7 geniale Methoden zur Ideenfindung

Du findest die Zeit ist reif für eine, nein DEINE geniale Geschäftsidee? Du suchst nach Inspiration und Methoden, um innovative und vielversprechende Startup-Ideen finden bzw. entwickeln zu können? Dann bist du hier genau richtig: In diesem Post zeigen wir dir 7 unkonventionelle Methoden, um hochinnovative Startup-Ideen finden zu können. Let’s Go!

 

 

Startup-Ideen als fundamentale Basis für Erfolg

 

Bahnbrechend, ideenreich, ausgezeichnet, hervorragend, einfallsreich, originell und schöpferisch: Das alles sind Synonyme, die im Duden für die Adjektive genial und innovativ zu finden sind. Insofern sollte sich eine gefundene Geschäftsidee an all diesen Synonymen messen lassen.

 

Brainstorming, Mindmapping, Internetrecherchen und Besuchermessen sind bekannte Wege, um Geschäftsideen zu finden. In unserem Blog-Post zu Kreativitätstechniken haben wir Dir bereits einige (konventionelle) Wege aufgezeigt, um Ideen mit üblichen Methoden zu generieren. In diesem Beitrag zeigen wir dir ein paar ausgefallene Möglichkeiten, um Ideen für ein hochinnovatives Business zu finden.

 

 

Warum Startup-Ideen sehr oft mit Problemen zusammenhängen

 

Am Anfang einer jeden unternehmerischen Aktivität steht eine Idee oder besser gesagt ein Problem, das gelöst werden muss. Probleme begegnen uns ständig im Lebensalltag. Wenn du ein funktionales Produkt oder eine hochinnovative Dienstleistung für ein solches Problem findest, hast du eventuell einen attraktiven Zielmarkt entdeckt.

 

Das setzt natürlich voraus, dass das besagte Problem nicht nur eine sehr kleine Zielgruppe, sondern möglichst viele Menschen betrifft. Das ist die nachfrageorientierte, betriebswirtschaftliche Basis für einen steilen Wachstumskurs.

 

Durch einen solchen bzw. durch hohe Skalierbarkeit zeichnen sich vor allem innovative, technologieorientierte Startups aus. Es muss darum gehen, von Beginn an den Kern zu fokussieren und mit so wenig finanziellen Mitteln so viel wie möglich zu erreichen.

Du persönlich magst eine Idee noch so genial finden: Sie wird dich nicht weiterbringen, wenn sie kein Problem löst und es keine Nachfrage für deine Lösung gibt.

Gerade in einem hochinnovativen und konkurrenzstarken Umfeld wird es darauf ankommen, ein wirkliches Problem zu lösen. Ansonsten kann sich eine Geschäftsidee schnell als Luftblase entpuppen, zumal Produktlebenszyklen drastisch kürzer geworden sind.

 

Insofern empfiehlt es sich, neue Wege bei der Suche nach Startup-Ideen zu gehen. Es gilt, der Kreativität in methodisch gelenkten Bahnen freien Lauf zu lassen. Hier hast du anhand ausgewählter Beispiele die Gelegenheit dazu.

 

 

Unkonventionelle und innovative Methoden, um Startup-Ideen zu finden

 

Es lohnt sich, für Erfolg neue Wege zu gehen. Nicht wenige Gründer sind Visionäre, die mit traditionellen Vorstellungen und Konventionen brechen. Die hier vorgestellten Methoden werden dir zeigen, dass sich innovative Ideen und Geschäftsmodelle durchaus einfacher finden lassen als gedacht.

 

Die Worte ‘genial’ oder ‘innovativ’ mögen in Bezug auf eine Startup-Idee auf Komplexität hindeuten, aber das ist meistens gar nicht der Fall. Viele der innovativsten Startups der letzten Jahre basieren auf einer eigentlich ‘einfachen’ Idee.

 

Die Genialität besteht darin, mit der richtigen Produktgestaltung und Markteintrittsstrategie die Grundlagen für ein schnelles Wachstum zu legen. Denn nur wenn Investoren im Pitch Deck oder Businessplan dieses Potenzial erkennen, werden sie sich finanziell beteiligen.

 

Wichtig zu verstehen ist, dass Startup-Ideen aktiv entwickelt werden müssen. Sie fallen nicht vom Himmel. In den meisten Fällen haben auch kongeniale Gründer wie Steve Jobs neben einem ausgeprägten Gespür für Trends die Geschäftsidee strategisch geplant und schnell “executed”.

 

Dies ist letztlich eine ermunternde Nachricht für alle, denen Kreativität und Gespür für Trends vermeintlich nicht mit in die Wiege gelegt worden ist. Es versteht sich von selbst, dass Kreativität auch einer methodischen Herangehensweise bedarf, um von Beginn an ein hohes Mass an Zielfokussierung sicherzustellen.

 

 

7 unkonventionelle Methoden, um Startup-Ideen finden zu können

 

Übrigens sollte auch das zu Beginn unmissverständlich deutlich werden: Neben der Ideenfindung müssen Bereitschaft und Mut zum finanziellen Risiko mitgebracht werden, die Geschäftsidee am Markt zu testen und letztlich auf die Straße zu bringen. Du als Gründer selbst musst dich dann um die Umsetzung kümmern. Was nützt die genialste Idee, wenn aus ihr am Ende kein funktionierendes Geschäftsmodell wird?

 

Genug Theorie zur Einleitung, nun geht es praxisnah an die Vorstellung von innovativen Methoden, um Startup-Ideen finden zu können. Lass dich von diesen Möglichkeiten inspirieren und teste eine Methode deiner Wahl, um vielversprechenden Geschäftsideen auf die Spur zu kommen. Auf geht’s!

 

 

Methode 1: I hate when…oder: Dieses Problem bekommt eine Lösung!

 

Hierbei geht es um die bereits angesprochene Lösungs- bzw. Problemorientierung, der vom Gründertyp her gesehen eine ausgeprägte Hands-On-Mentalität zu Grunde liegt. Ideenreiche Gründer sahen sich im Lebensalltag oft mit Problemen konfrontiert, für die es keine Lösung gab (Angebotslücke).

 

Vom Erfindergeist gepackt wurde schnell nach einer Lösung gesucht und eifrig getüftelt. Nach einer gewissen Entwicklungsphase kann das Produkt auf den Markt gebracht werden.

 

Natürlich muss direkt zu Beginn anhand von Marktdaten klar sein, dass auch andere Menschen (=Kunden) dieses Problem ärgert und sie nach einer Lösung suchen. Eine sehr gute Methode, um das herauszufinden und die richtige Lösung für ein bestehendes Problem zu entwickeln, ist bspw. die (iterative) Produktentwicklung anhand eines Minimum Viable Product.

 

Die fertige Lösung muss nun noch mit einem attraktiven Preis reichweitenstark vermarktet werden. Genialität kann einfach sein und Bekanntes mit völlig neuen Funktionen ausstatten. Ein Beispiel: die HAPPYPO Po-Dusche, die ein handelsübliches Bidet (inkl. festem Einbau in ein Badezimmer) obsolet macht. Eines der Top-Produkte, das die ‘Höhle der Löwen’ hervorgebracht hat.

Eine ideale Methode für Tüftler und Problemlöser

 

Insofern kannst du ganz praktisch von deinem Lebensalltag ausgehen und eine Liste erstellen: Ich hasse es, wenn… Schnell ergeben sich einige Ideen. Für jedes Problem kannst du eine proaktive Lösung aufzeigen und am Ende die Marktchancen bewerten.

 

Natürlich solltest du dich als innovativer Gründer in der Materie auskennen. Die überzeugende Produktlösung, die im Mittelpunkt des Pitches in der angesprochenen Sendung stand, ist die Basis für ein verkaufsstarkes Produkt oder eine Dienstleistung. Innovative und erfolgreiche Gründer sind letztlich immer Problemlöser.

 

Was ist in betriebswirtschaftlicher Hinsicht maßgeblich für diese Methode? Die Problemlösung muss hochgradig nachfrage- und bedürfnisorientiert erfolgen. Mehrwerte müssen einen Preis rechtfertigen, der hohe Gewinnmargen eröffnet. Und schon wird aus ‘I hate when’ sehr schnell ‘I love it’!

 

 

Methode 2: Wie Startup-Ideen zum Painkiller werden

 

Stand bei Methode 1 zum Auffinden von Startup-Ideen die Problemorientierung im Mittelpunkt, so ist es beim Painkiller-Ansatz eher eine strikte Bedürfnisorientierung. Ein Blick auf den Markt zeigt, dass viele Unternehmen eher so genannte ‘Vitamin A Ideen’ vorantreiben. Und ‘Vitamin A’-Produkte sind nice to have, aber so wirklich braucht sie niemand.

 

Daher ist durch die Geschäftsidee das Wachstum, das möglichst schnell skalieren soll, von Haus aus begrenzt. Wer es schafft, aus einem Vitamin A Produkt einen Painkiller zu machen, wird dieses in ein ‘Must Have’-Produkt aus Kundensicht umwandeln. Um das aber erreichen zu können, ist schon bei der Generierung der Startup-Ideen der Fokus konsequent auf Kundenbedürfnisse zu legen.

 

Wenn du eine zugkräftige Startup-Idee finden möchtest, musst du ehrlich hinterfragen, ob es sich um einen Painkiller handelt. Sobald ein Produkt einen optionalen Charakter aufweist, wirkt es beliebig, ähnlich wie Nahrungsergänzungsmittel. Eine gute Methode, um Bedürfnisse einer Zielgruppe zu erkunden und zu analysieren, ist bspw. das Value Proposition Canvas.

 

Bei Vitamin A Ideen werden User nicht das notwendige Gefühl haben, dieses Produkt unbedingt haben zu wollen. Einen Painkiller erkennst du mit Blick auf Startup-Ideen daran, dass von ihm eine magische Anziehungskraft ausgeht. Wer ‘nur’ mit einer Vitamin A Idee startet, wird irgendwann eine strategische Neuausrichtung anstreben müssen, um das Wachstum in die anvisierten Dimensionen zu lenken.

 

Painkiller Startup-Ideen weisen sehr oft die Eigenart auf, dass sie es Kunden ermöglichen, mehr Gewinne zu erzielen oder Kosten zu senken. Dies kann je nach Art des Produktes in unterschiedlichster Weise ausfallen, wobei immer ein hohes Mass an Funktionalität und Mehrwert geben sein muss.

 

Wenn du mit der Generierung von Startup-Ideen einen Painkiller anvisiert, wirst du dein Startup aus Sicht von Kunden und Investoren attraktiver erscheinen lassen. Auch zu einem späteren Zeitpunkt kannst du diesen Ansatz nutzen, um strategische Anpassungen vorzunehmen bzw. das Produkt noch unwiderstehlicher zu machen.

 

Denn zu guter Letzt sei noch gesagt: Auch im hochinnovativen Startup-Bereich muss nicht jede Geschäftsidee sofort ein Painkiller sein.

 

 

Methode 3: St. Galler Business Model Navigator mit 55 Geschäftsmodellen

 

Wer neue und vor allem funktionierende Startup-Ideen finden möchte, sollte sich mit diesem Modell auf jeden Fall beschäftigen. Als praxiserprobt darf der Business Model Navigator jedenfalls gelten, denn die weltweit erfolgreichsten Unternehmen greifen zumeist auf mindestens einen der 55 Geschäftsmodelltypen zurück, die dieser Ansatz zusammengetragen hat.

 

Der Vorteil dieser Methode für die Ideenfindung ist, dass du gleich ein ganzes Geschäftsmodell als funktionalen Rahmen nutzen kannst. Das Modell beschreibt in vier Phasen und mit speziellen Techniken, wie sich Startup-Ideen finden und implementieren lassen.

 

Im Kern wirst du auf Techniken zurückgreifen, um Startup-Ideen anhand von Mustern für insgesamt 55 Geschäftsmodelltypen zu entwickeln. In jedem Fall kannst du mit diesem Ansatz die Ideenfindung und -generierung methodisch umsetzen und auf ein hohes Mass an Praxistauglichkeit vertrauen.

 

Denn in der Realität funktionieren die Geschäftsmodelle bereits nachweislich. Dabei solltest du dich vor allem mit folgenden Kernfragen beschäftigen:

 

  • WER ist meine Zielgruppe?
  • Welches NUTZENVERSPRECHEN geben wir?
  • WIE soll die Wertschöpfungskette gestaltet werden?
  • Wie werden WERTE im Geschäftsmodell erzielt?

 

Wie du erkennen kannst, umfassen die Fragen sowohl die externe als auch interne Dimension des Geschäftsmodells. Mit dem Modell kannst du drei Basisstrategien verfolgen: Übertragen, Kombinieren oder Wiederholen. Es geht darum, die Vorteile von Geschäftsmodellen und -typen auf andere Bereiche zu übertragen oder eine Kombination aus Vorteilen umzusetzen.

 

 

Ausgewählte Beispiele für Geschäftsmodelltypen

 

Beispiel 1: Add-on

Das Hauptprodukt ist als Köder günstig, es kann durch zahlungspflichtige Features hochpreisiger und individueller werden (vergl. z. B. die Geschäftsmodelle von Billigflug-Gesellschaften).

 

Beispiel 2: Freemium

Dieser Ansatz ist besonders für Apps oder SaaS-Businesses vielversprechend. Grundsätzlich ist die Basisversion der Software oder App kostenlos, weitere Funktionen müssen bezahlt werden. Die Premium-User subventionieren in diesem Modell dabei die Free-User.

 

Beispiel 3: Mass Customization

Individualität von der Stange erweist sich in den letzten Jahren als immer beliebtere Geschäftsidee. Kunden können Produkte individuell anpassen, wozu unternehmensintern effiziente Prozesse geschaffen werden müssen. Individualität hat ihren (wahrgenommenen) Preis und viele Kunden greifen dafür gerne tiefer in die Tasche (vgl. z. B. deinschrank.de)

 

 

Methode 4: Willkommen in der ideenreichen ‘Startup Idea Matrix’

 

Wie wäre es, wenn dich eine vermeintlich simple Excel-Tabelle in eine facettenreiche Welt voller vielversprechender Startup-Ideen beamen würde? Diese Vorstellung kann Realität werden, wenn du dich mit der Startup Idea Matrix näher befasst.

 

Worum geht es hierbei mit Blick auf Startup-Ideen? Ganz einfach gesagt kannst du anhand der frei verfügbaren Spots innerhalb der Matrix erkennen, in welchen Geschäftsbereichen noch Platz für innovative Startup-Ideen ist.

 

Auch wenn die Darstellung mit den Logos milliardenschwerer Unternehmen überspitzt wirken mag, so hat sie ihre Berechtigung, zumal die Matrix sehr differenziert ist. Um die Treffgenauigkeit für deine Startup-Ideen von Beginn an zu erhöhen, kann du auf zwei Versionen zurückgreifen (B2B oder B2C-Matrix).

Startup Idea Matrix B2C-Version

“Es gibt doch eh schon alles!”: Die Startup Idea Matrix beweist, dass noch genug Platz für innovative Ideen im Markt ist (Quelle: http://ow.ly/fQ2R30llJcK).

Die Startup Idea Matrix für die Ideenfindung nutzen

 

Du kannst dir die Listen sofort anschauen und mit der Ideenfindung loslegen. Hierfür kannst du auf Methode 1 und 2 zurückgreifen. Im Blick haben solltest du vor allem die freien weißen Felder, da es hier u. U. noch viel Marktpotenzial gibt.

 

Dieses gilt es mit cleveren Startup-Ideen bzw. innovativen Produkten wirtschaftlich zu nutzen. Methode 3 kann dir insofern zeigen, welches Geschäftsmodell das Richtige ist, um in einem bestimmten Segment durchzustarten. Du erkennst hier, dass sich die Methoden durchaus untereinander bedingen. Du solltest sie also gemeinsam sehen und anwenden, um zu optimalen Startup-Ideen zu kommen.

 

 

Methode 5: “Inkubator-Spionage”

 

Unter einem Inkubator versteht man in der Startup-Welt Einrichtungen, die innovative Startups im Rahmen ihrer Gründung (meist Early-Stage) unterstützen und sie mit Know-how und ggfs. auch Ressourcen (Zeit/Geld) voranbringen. Insofern verwundert nicht, dass der Begriff Inkubator aus der Medizin stammt und Brutkasten bedeutet.

 

Wenn du als aufstrebender Gründer oder Startup bereits eine Idee gefunden hast, dann steht dir der Weg offen, dich in einen solchen Inkubator zu begeben. Um dies zu erreichen, muss man sich meist für einen sog. “Startup-Batch” bewerben.

 

Wird man als Startup nach Pitches und Präsentationen vom Inkubator schlussendlich ausgewählt, durchläuft man ein mehrmonatiges Programm, um gemeinsam mit dem Inkubator seine Idee nach vorne zu bringen.

 

Solltest du aber noch keine Idee haben und dich inspirieren lassen wollen, welche neuen Ideen und Geschäftsmodelle in der Welt derzeit unterwegs sind, könnte ein Blick auf die verschiedenen Startup-Batches der Inkubatoren von Vorteil sein.

 

Sprich: du könntest “Inkubator-Spionage” für die Generierung von Startup-Ideen betreiben. Generell sollte der Begriff Spionage in diesem Kontext aber positiv besetzt werden. Es soll darum gehen, Chancen, Ideen und ggfs. Geschäftsmodelle zu erkennen und diese selbst aufzugreifen.

 

Das Stichwort für innovative Startup-Ideen in diesem Kontext wäre wahrscheinlich Copy-Cat. Ein eher negativ besetzter Begriff in der Startup-Szene, da er oftmals mit “Ideen-Klau” gleichgesetzt wird. Es muss aber dabei nicht zwangsläufig zum reinen Klau von Startup-Ideen kommen!

 

Bei Startup-Batches kannst du persönlich oder durch Recherche im Netz in Kontakt zu anderen Gründern und deren Geschäftsmodellen kommen. Wer sagt denn, dass sich im Nachgang eine dieser Geschäftsideen nicht besser als bisher angedacht umsetzen lässt?

 

Ein Beispiel für dieses Vorgehen ist hierzulande Rocket Internet, die mit dem Modell des Kopierens von Geschäftsmodellen schon einige Businesses in verschiedensten Branchen und auf mehreren Kontinenten erfolgreich umgesetzt haben.

 

Am Ende zählt nur eines: Wer kann ein Geschäftsmodell besser und schneller umsetzen als die Konkurrenz? Survival of the fittest!

Intelligente Spionage für wegweisende Geschäftsideen nutzen

 

Du kannst sofort loslegen und dir die Programme von bekannten Inkubatoren ansehen (z.B. Techstars, 500 Startups oder Y Combinator). Scoute einfach die verschiedenen Startups, Ideen und Geschäftsmodelle.

 

Manche Inkubatoren oder Acceleratoren haben auch Branchenspezialisierungen, was die Suche zusätzlich vereinfacht, wenn du in einem bestimmten Bereich gründen möchtest.

 

Bei der persönlichen Teilnahme an Konferenzen, Meetups, Bar-Camps oder Startup-Weekends kannst du ebenfalls wertvolle Kontakte sammeln, Gründer und Startups sowie deren Ideen kennenlernen. Diese Methode eignet sich besonders für sehr innovative Startup-Ideen, da die Gründer zumeist in zukunftsorientierten und technologisch hochentwickelten Bereichen aktiv sind.

 

 

Methode 6: Digital Dinosaurs – Startup-Ideen mit Fokus auf eingestaubte Branchen

 

Im Zeitalter des omnipräsenten Internets kann es sich kein Unternehmen mehr leisten, Digitalisierung in der Unternehmenskultur zu vernachlässigen. Doch die Realität sieht leider anders aus, denn in vielen Branchen hat sich in Sachen Digitalisierung ein gewaltiger “Umsetzungs-Stau” gebildet.

 

Entscheider kleinerer Unternehmen denken in erster Linie immer noch analog, wodurch enorme Zukunfts- und Effizienzpotenziale ungenutzt bleiben. Hintergrund ist, dass es für die Einführung und Nutzung von Chancen im Bereich Digitalisierung eine entsprechende Kultur braucht.

 

Ein solcher kultureller Wechsel hat in vielen Branchen und Führungsetagen aber noch nicht stattgefunden. Warum neue, unbekannte Wege gehen, wenn das Unternehmen (noch!) gut dasteht?

 

Software-as-a-Service als Lösung, denen digitale Dinosaurier nicht widerstehen können

 

Du willst chancen- und vor allem zukunftsorientierte Startup-Ideen finden? Dann begib dich direkt auf die lohnenswerte Jagd auf digitale Dinosaurier. Im Grunde musst du lediglich Branchen oder Unternehmen identifizieren, die einen geringen Digitalisierungsgrad aufweisen.

 

Sobald du Schwächen oder Ineffizienzen in Prozessen und Wertschöpfungsketten gefunden hast, kannst du Lösungen entwickeln, um Geschäftsprozesse intelligent zu digitalisieren.

 

Wenn die Softwareentwicklung ohnehin deine Welt ist, kannst du dich in diesem Bereich kreativ austoben. Doch was genau bedeutet Software-as-a-Service?

 

Bei einer SaaS-Lösung handelt es sich prinzipiell um eine Internetanwendung, die für eine bestimmte Zielgruppe eine bestimmte Aufgabe löst oder diese effizienter und schneller erledigen kann.

 

Ein Kunde kann also online eine Anwendung nutzen, die ihm dabei hilft, eine bestimmte Aufgabe zu erledigen, wie eine Art Dienstleistung. Für die Nutzung der Anwendung zahlt er Gebühren an das Unternehmen, das die Software für ihn bereitstellt.

 

Passt diese Anwendung nicht nur zu einem Unternehmen oder einer Branche, so ist direkt zu Beginn die Basis für hohe Skalierbarkeit und schnelles Wachstum gegeben.

 

 

Methode 7: Der “Fiverr-Approach” – Manuelle Tätigkeiten digitalisieren und automatisieren

 

Und hier ist eine weitere Methode, die sich im Kern um Software-as-a-Service (SaaS) dreht und an die “Digital Dinosaur”-Methode anknüpft. Denn der “Fiverr-Approach” kann dir dabei helfen, bisher manuell durchgeführte Aufgaben und Tätigkeiten zu identifizieren und daraus Ideen für (automatisierte) SaaS-Lösungen zu generieren.

 

Der Term “Fiverr-Approach” ist dabei eine Wortschöpfung, die wir aus einem Blog-Post abgeleitet haben, der diese innovative Form der Ideengenerierung näher erläutert: in seinem Blog-Post “How I built a profitable SaaS web app: from idea to first sales” auf der Publishing-Plattform Medium präsentiert der Entrepreneur Alex Moskovski ausführlich, welchen Weg er von der ersten Idee bis zu ersten Umsätzen gegangen ist.

 

Und hier ein Tweet, den er damals abgesetzt hat:

Moskovski setzte sich also zum Ziel, auf Fiverr potenzielle ‘opportunities’ zu identifizieren, die sich automatisieren ließen. Da er ein Faible für Social Media Marketing und Grafik-Design hat, wählte er die Kategorie Digital Marketing –> Social Media Marketing –> Social Content. Dabei stach ihm eine Art von Gig (so werden Angebote auf Fiverr genannt) sofort ins Auge: Social Quotes, also Zitate-Grafiken für soziale Medien.

Startup-Ideen Fiverr Approach

Social Content Gigs auf Fiverr

Siehst du die graue Zahl in Klammern rechts neben jeder gelben Sterne-Bewertung? Das ist die Anzahl der ‘Orders’, wie oft also ein Angebot gebucht oder in Anspruch genommen wurde. Moskovski erkannte hier eine klare Chance: ein Business-Angebot, das automatisiert werden könnte, um diese Nische zu zerstören. Ja, die automatisierte Erstellung von Social Quotes für kleine Unternehmen.

 

Eine schnelle Recherche zeigte, dass Zitate eines der beliebtesten Content-Formate für Social Media auf Fiverr sind. Und das nicht ohne Grund: Es kann schnell produziert werden, die Komponenten der Bilder sind in der Regel nicht urheberrechtlich geschützt (z. B. Stockphotos) und die meisten Menschen stehen einfach auf Zitate. Warum ist das wichtig? Weil es heißt, dass Social Quotes als Format noch lange Zeit gefragt sein werden.

 

Nach all der Recherche  war es Moskovski möglich, ein Mission-Statement für seine SaaS-Lösung zu formulieren:

 

“Sell packages of unique quote image content with the client’s branding, tailored for a particular social network.”

 

Das bietet einen klaren Mehrwert für Nutzer: sie können erst einmal all Ihre Probleme bei der Erstellung und Beschaffung von Social Media Inhalten lösen und gleichzeitig ihre Marke durch das Logo auf den Zitat-Bildern bewerben. Im Nachgang machte sich Moskovski sofort daran, ein Minimum Viable Product für seinen SaaS-Service zu bauen.

 

Zusammenfassend geht es beim Fiverr-Approach also darum, bei einem bereits bestehenden und erfolgreichen Produkt oder Service eine Nische zu finden und diese mit einer Software-as-a-Service Lösung zu besetzen. Um eine Nische bzw. Kundenbedürfnisse identifizieren zu können, solltest du also einen Blick auf die Verkäufe oder in die Bewertungen werfen.

 

Sofern diese nicht gefälscht sind, erhältst du ein realistisches Bild von dem, was bereits erfolgreich, aber noch nicht automatisiert ist oder was Kunden wünschen bzw. was sie stört/ihnen fehlt. Im Mittelpunkt des Konzepts Software-as-a-Service steht dabei immer die effizienzorientierte Automatisierung. Daher eignet sich der Fiverr-Approach bestens, um mit einem MVP durchzustarten, so wie es die Lean Startup Methode  oder Running Lean vorsieht.

 

 

Fazit: Aus einer genialen Idee wird nicht automatisch unternehmerischer Erfolg

 

Du hast in diesem Beitrag 7 eher unkonvetionelle Methoden kennengelernt, um neue Startup-Ideen entwickeln zu können. Der Begriff entwickeln beschreibt dynamisch, dass es sich um einen Prozess handelt. Gute Startup-Ideen fallen nicht vom Himmel. Wer Startup-Ideen finden möchte, muss flexibel, lern- und anpassungsfähig sein.

 

Insofern passt zum hohen Innovationsgrad von Geschäftsideen die Lean Startup Methode als effizienter und kostensparender Rahmen zur Umsetzung. Ferner dürfte deutlich geworden sein, dass sich die 7 Methoden einander bedingen. Es spricht nichts dagegen, mehrere Methoden anzuwenden, um dann eine Synthese für eine sehr vielversprechende Geschäftsidee zu nutzen.

 

Zusammenfassend helfen dir die vorgestellten Methoden mit diesen Schwerpunkten dabei, vielversprechende Startup-Ideen generieren zu können:

 

  • Methode 1: Problemorientierung bei der Entwicklung von Produkten/Dienstleistungen
  • Methode 2: Kundenorientierung bei der Entwicklung von Produkten/Dienstleistungen
  • Methode 3: Rückgriff auf funktionierende Geschäftsmodelltypen zur Generierung von Startup-Ideen
  • Methode 4: Identifikation von vielversprechenden Marktlücken für die Ideenfindung
  • Methode 5: sich von anderen Gründern und Teams inspirieren lassen und es selber noch besser machen
  • Methode 6: digitale Rückständigkeit von Unternehmen und Branchen für SaaS-Konzepte nutzen
  • Methode 7: Vermittlungsplattformen kundenorientiert analysieren und aus Schwachstellen innovative SaaS-Lösungen entwickeln

 

Evaluation einer Geschäftsidee mit dem Business Model Canvas

 

Niemand sollte aber so naiv sein und sich in irgendeine Geschäftsidee blind verrennen. Das Nutzen einer der vorgestellten 7 Möglichkeiten, um Startup-Ideen finden zu können, verspricht keinen automatischen Erfolg. Vielmehr muss es darum gehen, die Potenziale einer Geschäftsidee möglichst konkret erfassen zu können.

 

Mit dem Business Model Canvas hast du die Option, eine Geschäftsidee auf Plausibilität zu prüfen und ggfs. zu testen. Dieses Modell eignet sich auch, um angestrebte Innovationen als nachhaltigen Wettbewerbsvorteil voranzutreiben. In einer sehr frühen Phase und bei hoch innovativen Produkten oder Services empfehlen wir aber die Running Lean Methode.

 

Execution is key! Innovative Startup-Ideen alleine reichen nicht aus

 

Aus einer Idee alleine ist noch niemand ein visionärer Gründer geworden, die Umsetzung samt konsequenter Planung ist entscheidend. Insofern stehst du erst ganz am Anfang, wenn du deine Startup-Idee gefunden hast. Nun gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und mit den richtigen strategischen Entscheidungen die Basis für Erfolg zu legen.

 

Auch das liebe Geld entscheidet bei Startups oft über Erfolg oder Misserfolg. Mit der Lean Startup Methode oder Running Lean bietet sich die Chance, schnell und ohne viel Kapital am Markt durchzustarten. Mit der richtigen Geschäftsidee hast du ohne jeden Zweifel die grundlegende Basis für dein innovatives Startup gelegt.

 

In diesem Sinne: Happy Innovating!

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Niko Emran

Hi, ich bin Niko. Als Netzwerk-Manager im digitalen Gründerzentrum Einstein1 in Hof unterstütze ich Startups und Jungunternehmer durch Gründungsberatung und Beratung in allen digitalen Fragen. Meine Leidenschaften? Online Marketing und Entrepreneurship!

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