Instagram Bilder bearbeiten wie die Profis
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Instagram Bilder bearbeiten wie die Profis

Instagram Bilder bearbeiten hat eine immense Wichtigkeit. Instagram ist mit über einer Milliarde Nutzer die beliebteste, fotobasierte Social-Media-Plattform der Welt. Täglich teilen Millionen von Menschen ihre Bilder. Vom Privatleben, aus dem Urlaub oder von der Arbeit.

 

Mit dem großen Ziel vor Augen, bekannter zu werden und mehr Menschen weltweit zu erreichen, wird geteilt und interagiert. Besonders wenn du ein Unternehmen führst ist das wichtig, um Kunden zu generieren und über deine Produkte zu informieren – auf eine spaßige, digitale Art und Weise.

 

Und was könnte auf Instagram ausschlaggebender sein als gute Fotos mit dem gewissen Etwas. Damit auch du deine Ziele auf Instagram erreichen kannst ist ein Faktor unabdingbar: deine Instagram Bilder zu bearbeiten.

 

Wir zeigen dir hier die Tools und Tricks von Instagram und Lightroom, damit auch du auf Instagram durchstarten kannst.

Person mit Smartphone im Wald

Auf Instagram werden von überall aus Fotos hochgeladen. (Quelle: https://bit.ly/2uuiqgb)

Bildsprache & Stil

 

Ein eigener Stil, der Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist alles auf Instagram. Sehen und gesehen werden. Doch das ist oft auch gar nicht so leicht. Ein eigener Stil umfasst Farbe, Kontrast, Bildsprache und vieles mehr. Besonders die Farbe spielt hier eine immense Rolle und die Manipulation von Farben wirkt sich auf Kontrast und Stimmung aus.

 

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Orange & Teal Look. Weltweit wird dieser von Profis in der Film- und Fotografieindustrie angewandt. Ob in Filmen, bei Instagram oder auch auf YouTube.

 

 

Orange & Teal Look

 

Orange & Teal – also Orange und Petrol bezieht sich auf das Farbspektrum eines Bildes. Orientiert wird sich hier an den Grundsätzen der Farbtheorie bzw. der Farbenlehre. Man macht sich das Prinzip der Komplementärfarben zur Nutze.

 

Wie der Name also nun vermuten lässt bezieht sich es hierbei auf Orange- und Blautöne, die im Gegensatz zueinander stehen, also Komplementärfarben bilden. Zur Erklärung: Komplementärfarben sind die Farben, die gemischt weiß bzw. schwarz ergeben (abhängig davon, ob additiv oder subtraktiv gemischt wird).

 

Warum macht man das? Die Farben sehen einerseits sehr ansprechend aus und bieten einen realistischen Gegensatz. Hauttöne und diffuses Sonnenlicht wirken natürlicher und ausgewogener. Schatten und dunkle Flächen wirken kühler und bieten einen guten Kontrast zu den hellen Flächen.

 

Allgemein kann man sagen, dass es die festgehaltene Stimmung verstärkt und hervorhebt. Auch wird das Foto durch den Kontrast deutlich lebendiger. Dein Bild hat mehr Dynamik und durch Anwendung des Orange & Teal Looks wird der emotionale und fühlende Aspekt noch untermauert. Es hilft dem Betrachter, sich besser in die abgebildete Situation zu versetzen.

Instagram Bilder bearbeiten Orange Teal Look

Der Orange & Teal Look bietet einen interessanten Kontrast (© blindbirdy-productions.com)

Nun zur eigentlichen Praxis. Der Orange & Teal Look ist, wie bereits erwähnt, eine Zusammenstellung aus Komplementärfarben. Es gibt aber deutlich mehr Farbkombinationen als nur diese.

 

Grundsätzlich geht es darum, das Foto so einzufärben, dass helle Töne gelblich und dunkle Töne bläulich wirken. Dabei muss sichergestellt werden, dass helle und dunkle Spots unabhängig voneinander angesteuert und manipuliert werden können. Wir gehen hier später noch auf die genaue Vorgehensweise in Adobe Lightroom ein.

 

 

Anwendungsbereiche des Looks

 

Besonders auf Instagram und YouTube findet der Look Anwendung in Vlogs, Urlaubsbildern und Videos. Du kannst ihn auch gut verwenden, wenn du ein Interview durchführst, oder ein Portraitfoto bearbeitest. Besonders am Meer und in den Bergen kannst du eine ganz besondere Stimmung erzeugen.

 

In der blauen Stunde merkst du den wahrscheinlich deutlichsten Unterschied, was die Stimmung und den Kontrast deines Instagram Bildes angeht. Besonders Hauttöne und Streiflicht kommt hier besonders zur Geltung.

 

Wenn du dich etwas an dem Look probierst, wirst du merken wie viel interessanter ein Foto mit diesem Effekt wirken kann und wie schön hiermit Kontraste herausgearbeitet werden können. Dir sind keine Grenzen gesetzt. Manchmal wirkt der Effekt nur dann sehr gut, wenn du das Bild in der Nachbearbeitung auch ordentlich sättigst, manchmal reicht ganz wenig Bearbeitung.

 

Auch wenn der Orange & Teal Look ein künstlerisches Werkzeug ist und manchmal von der Realität abweicht kann die Aussage eines Bildes herausdestilliert werden. Denn Fotografie ist auch Kunst und in der Kunst geht es schließlich darum, Aussagen zu treffen und Meinungen zu verändern.

Instagram Bilder bearbeiten Orange Teal Effekt

Das Bild wird nach der Bearbeitung etwas “wärmer” wahrgenommen.

Direkt in Instagram Bilder bearbeiten

 

Grundsätzlich gilt bei Instagram immer: „keep it simple!“. Bringst du zu viele Informationen in einem Bild unter, wirkt es stressig und unruhig. Strukturen lassen sich so nicht mehr gut erkennen, die Message wird nicht deutlich. Instagram Bilder vor dem Upload zu bearbeiten ist ein wichtiger Faktor für deinen Erfolg auf der fotobasierten Plattform.

 

Du musst immer im Kopf behalten, dass deine Bilder auf Instagram nur relativ klein dargestellt werden und nicht gezoomt werden können. In der Einfachheit liegt auch die Schönheit. Verwende gute Kontraste und Farben die das Bild interessant machen. Versuche auch die Effekte sparsam zu verwenden, so dass eine klare Botschaft entsteht, die nicht durch die Nachbearbeitung verschwindet.

 

Jetzt bekommst du eine Übersicht, mit welchen Tools du deine Bilder direkt in der Instagram App bearbeiten kannst.

 

 

Die Ausrichtung

 

Mit dem Ausrichtungstool kannst du den Horizont begradigen. Wenn du merkst, dass der Horizont in deinem Bild schief ist, kannst du mit dem Slider diese Einstellung korrigieren. Du wirst merken, dass, je mehr du den Horizont verschiebst, der Bildausschnitt ebenfalls immer kleiner wird.

 

Außerdem kannst du dein Foto an der X und Y Achse perspektivisch korrigieren. Das bedeutet, dass du den Blickwinkel auf das Motiv noch leicht verändern kannst. Merkst du also, dass die Perspektive nicht ideal gewählt wurde, kannst du dies hier ebenfalls noch geringfügig korrigieren.

 

 

Helligkeit

 

Die Funktion des Helligkeitstools ist fast schon selbsterklärend. Je höher der Wert auf der Anzeige ist, desto heller ist dein Bild. Allerdings solltest du darauf achten, dass du hier nur geringfügig Anpassungen vornimmst. Fügst du nachträglich zu viel Helligkeit hinzu, verlierst du Details und das Bildrauschen wird deutlich bemerkbar.

 

 

Kontrast

 

Man kann sagen, dass, je höher der Kontrast ist, desto größer wird auch der Unterschied zwischen dem dunkelsten und hellsten Pixel in deinem Foto. Stellst du den Kontrast höher, werden die dunklen Bereiche folglich dunkler und die hellen Bereiche heller.

 

Ebenfalls steigt die Sättigung mit einem Anstieg des Kontrastwertes. Wenn dir der Kontrast gefällt, aber zu viel Sättigung im Spiel ist, kannst du das später mit dem Sättigungstool noch korrigieren, da die Helligkeit auch die Farben beeinflusst.

 

 

Struktur

 

Das Strukturtool gibt vor, wie „klar“ dein Foto ist. Je höher der Wert ist, desto mehr Struktur bekommt dein Foto. Besonders bei Wolken oder komplexen Strukturen wie Pflanzen und Asphalt wird der Effekt deutlich bemerkbar.

 

Besonders bei Smartphone-Fotos ist eine Korrektur empfehlenswert. Hierdurch wirst du noch einige Details herausarbeiten können, die dir wichtig sind. Doch auch hier gilt, dass der Wert nicht zu hoch gestellt werden sollte. Für die Bearbeitung von Instagram-Bildern ist die Struktur immer ein wichtiger Schritt.

Instagram Bilder bearbeiten Strukturwerkzeug

Hier der Vergleich: links ohne die Anwendung des Werkzeugs – rechts mit.

Wärme

 

Mit der Wärme definierst du den Weißabgleich deines Fotos. Wärmer und kälter hat etwas mit der Farbtemperatur jeglicher Lichtquellen zu tun. Je „gelber“ das Bild ist, desto wärmer fühlt sich die Umgebung im Foto an.

 

Das gilt natürlich auch umgekehrt: je mehr die Farbe Blau im Spiel ist, desto kälter wirkt dein Foto. Diese Einstellung ist besonders wichtig, wenn du ein bestimmtes Gefühl oder eine Stimmung vermitteln und verstärken möchtest.

Instagram Bilder bearbeiten Weissabgleich

Links werden die Blautöne verstärkt, rechts dagegen wirkt das Foto deutlich wärmer.

 Sättigung

 

Die Sättigung definiert, wie viel Farbe im Spiel ist. Setzt du den Wert auf „-100“ wird dein Bild zum Monochrom. Die Sättigung ist ebenfalls ein sehr einflussreicher Bestandteil einer Fotografie – besonders auf Instagram.

 

Grundsätzlich gilt: verwende weniger Sättigung bei dunklen Fotos und etwas mehr bei hellen. Doch wie immer in der Fotografie gilt auch hier, dass deiner Kreativität im Bezug auf die Message deines Bildes keine Grenzen gesetzt sind.

 

Eine zu hohe Sättigung führt dazu, dass du ein hohes Bildrauschen im Foto hast. Vor allem in den dunklen Bereichen macht sich das deutlich bemerkbar. Bei zu viel Sättigung verschwindet ebenfalls die Dynamik des Fotos. Das Bild wirkt zu unruhig und wichtige Strukturen sind nur schwer erkennbar.

 

Doch du kannst auch künstlerische, interessante Effekte erzielen. Wenn du bspw. die Sättigung auf -100 setzt, nun Wärme und andere Farbparameter so verstellst, dass dein Foto eingefärbt wird und einen Farbstich bekommt, hast du ein eingefärbtes Monochrom. Besonders wenn du in eine künstlerische und ausdrucksstarke Richtung gehen möchtest (bspw. Portraits) bietet sich dieser kleine Trick an.

 

 

Farbe

 

Mit dem Farbwerkzeug kannst du deinem Foto einen Farbstich mitgeben. Unterteilt wird das Foto hier prinzipiell in helle und dunkle Pixel. Der Tab Schatten bezieht sich folglich auf die “dunklen Pixel” des Fotos, Hervorhebungen auf die hellen Punkte.

 

Nun kannst du auf eine Farbe deiner Wahl tippen und den Farbstich im gewählten Helligkeitsbereich anpassen. Hier kannst du dich bspw. auch an dem Orange & Teal Look probieren.

Instagram Bilder bearbeiten Farbe

Durch das Selektieren bestimmter Farben in hellen und dunklen Bereichen entstehen interessante Effekte.

Verblassen

 

Mit Verblassen kannst du dein Foto etwas ausbleichen. Das Foto wird hierdurch etwas heller, verliert jedoch an Kontrast und Sättigung. Das kann bei einem gewünschten Effekt jedoch sehr interessant wirken und deine Message unterstreichen.

 

 

Schatten

 

Unter dem Tab Schatten kannst du den Schwarzwert deines Fotos neu setzen. Die dunklen Bereiche deines Fotos werden hier, je nach Einstellung, heller oder dunkler. Das kann enorm helfen, wenn der Kontrast nicht stimmt.

 

Natürlich kannst du das auch verwenden, wenn dir ein Teil des Fotos zu dunkel ist. Jedoch auch hier aufpassen: denn stellst du den Wert zu hoch ein wird deutliches Bildrauschen sichtbar.

 

 

Vignette

 

Die Vignette ist ein mächtiges Tool für Instagram. Du kannst hiermit die Ränder deines Fotos abdunkeln. Das schafft oft nicht nur einen schönen Effekt (besonders bei Landschaftsaufnahmen), sondern ist auch nützlich um das Foto dynamischer wirken zu lassen. Verwendest du eine Vignette, kann sich der Betrachter mehr auf den Mittelpunkt des Fotos konzentrieren.

 

Du wirst sehen, dass eine Vignette wahre Wunder bewirken kann. Das ist besonders empfehlenswert, wenn sehr viele Dinge in dem Foto zu sehen sind. So machst du dein Foto ruhiger und angenehmer für den Betrachter. Ein sehr mächtiges Tool, besonders wenn du deine Instagram Fotos künstlerisch bearbeiten möchtest.

Instagram Bilder bearbeiten Vignette

Vignette und Tilt Shift bieten zusammen tolle Effekte

Tilt Shift

 

Tilt Shift Objektive sind im Bereich Kameras in der Regel sehr teuer. Durch die Anordnung der einzelnen Linsenelemente entsteht ein gewisser Effekt: ein tolles Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Das kannst du auch hier in deinem Foto anwenden.

 

Du kannst wählen zwischen Radial, also einer runden Maske, und einer linearen. Linear bietet sich an, wenn du dein Foto realistischer aussehen lassen willst, da du bestimmte Bildebenen wie bei einem echten Tilt Shift Objektiv hervorheben kannst.

 

Denn bei größeren Spiegelreflexkameras mit einer offenen Blende bezieht sich die Schärfeebene auch auf ein lineares Muster – eben auf eine bestimmte Distanz vom Bildsensor entfernt. Diese ist dann je nach Fokus scharf oder unscharf.

 

Ein radialer Filter eignet sich besonders, wenn du einen bestimmten Punkt explizit hervorheben möchtest und eine Aussage verstärken möchtest.

 

 

Schärfe

 

Was unscharf fotografiert ist bleibt unscharf. Du kannst aber etwas nachhelfen. Das Schärfetool arbeitet ähnlich wie das Strukturwerkzeug. Je höher du den Wert stellst, desto klarer werden komplexe Strukturen. Dennoch kannst ein unscharfes Foto damit nicht wieder scharf machen. Doch versuche nicht zuviel nachzuschärfen, da auch hier Bildrauschen entstehen kann.

 

 

Der Vergleich

 

Instagram Bilder bearbeiten funktioniert, wie du siehst, auch direkt in der App. So lässt sich aus einem langweiligen Snapshot wenigstens noch ein bisschen mehr Dynamik und Detail herausarbeiten. Die Bearbeitung direkt in Instagram empfiehlt sich aber nur für Fotos, die mit dem Smartphone aufgenommen wurden.

 

Versuche dich an den verschiedenen Effekten und probiere bei der Bearbeitung deiner Instagram-Bilder einen Look aus, der dir gefällt. Dennoch sollte immer die Aussage deines Fotos im Vordergrund stehen. Verwende Filter und Effekte bedacht und in Maßen, wenn du deine Instagram Bilder bearbeiten möchtest.

Instagram Bilder Bearbeiten Vergleich

Selbst in Instagram lässt sich aus einem langweiligen Foto noch einiges herausholen.

Instagram Bilder bearbeiten: Nachbearbeitung am PC

 

Adobe Photoshop und Lightroom zählen zu den besten Bearbeitungsprogrammen weltweit. Mittlerweile als Abonnement erhältlich, oder eben noch als Kaufversion, die mit dem Zusatz CS gekennzeichnet sind (CS1 – CS6, bzw. Lightroom 6.14). Egal welche Version du besitzt, diese Anpassungen lassen sich in jeder Version der Programme vornehmen.

 

In Lightroom und Photoshop hast du auch deutlich mehr Möglichkeiten Details zu retuschieren und Bilder zu manipulieren. Das solltest du übrigens nicht übertreiben, denn auf Instagram zählt immer noch Authentizität und eine klare Bildsprache.

 

 

Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Lightroom

 

Adobe Lightroom gehört zu den bekanntesten Bildbearbeitungsprogrammen weltweit. Das hat auch einen Grund, denn die Software zählt zu den zuverlässigsten und leistungsstärksten Tools für die digitale Bearbeitung von jeglichem Foto- und Rohmaterial.

 

Damit du mit deinen Instagram Bildern ordentlich durchstarten kannst, solltest du dich vorher mit einigen Funktionen und Tools vertraut machen.

 

 

Helligkeit

 

Mit dem Helligkeitstool kannst du auch hier dein Instagram-Bild hinsichtlich der allgemeinen Helligkeit bearbeiten. Jedoch solltest du nicht zu viel Helligkeit in der Nachbearbeitung „künstlich“ hinzufügen – hierdurch wird Bildrauschen verursacht.

 

Hast du dein Bild im RAW-Format aufgenommen hast du natürlich deutlich mehr Spielraum bei der Bearbeitung und viel weniger Qualitätsverlust.

 

 

Weißabgleich

 

Mit dem Weißabgleich setzt du die Farbtemperatur deines Bildes. Je geringer die Zahl (z.B. 2500K), desto „kälter“ wirkt das Licht. Setzt du deinen Weißabgleich auf einen niedrigen Wert, wird dein Bild einen leichten Blaustich bekommen. Je höher der Kelvin-Wert, desto “gelblicher”. Hiermit lässt sich die Stimmung und das Wetter etwas “manipulieren”.

 

 

Gradationskurve

 

Die Gradationskurve ist ein etwas komplexeres Tool. Grob gesagt kann man verschiedene Bildbereiche gezielt und separat ansteuern. Du kannst dir das so vorstellen: dein Foto wird in verschiedene Bereiche untergliedert. Basierend auf der Helligkeit der einzelnen Pixel werden diese „gruppiert“. Mit der Gradationskurve lassen sich diese bestimmten Bereiche einzeln ansteuern und anpassen.

 

Warum das wichtig ist? Dein Bild ist vielleicht in manchen Bildbereichen etwas unterbelichtet, oder es fehlt allgemein an Kontrast und Intensität. Als kleine Faustregel gilt immer, dass die Kurve (die zu Beginn immer linear, also als Gerade, abgebildet ist) eine „S-Form“ ergibt. Durch das Anwenden der S-Form wird dein Instagram Bild deutlich kontrastreicher und dynamischer.

 

Das “Frame” der Gradationskurve ist in 4 größere Bereiche unterteilt: die Highlights, die hellen Mitteltöne sowie die dunklen Mitteltöne und die Schwarzwerte. Für die klassische S-Form ziehst du nun mit der Maus die Gerade in eine leichte Krümmung – ebenso in den dunklen Bereichen. Alternativ kannst du natürlich die Eigenschaften mit den Slidern einstellen.

 

 

 

Klarheit

 

Das Klarheitstool gibt deinem Bild mehr Struktur. Das kann besonders auf Instagram viele Blicke auf sich ziehen, da sich dein Bild hiermit stark von der breiten Masse abhebt. Ziehe den Regler nach rechts, um die Strukturen deines Fotos zu verdeutlichen. Besondere Details können hiermit kinderleicht herausgearbeitet werden.

 

Doch übertreiben solltest du auch hier nicht. Denn zu viel Klarheit lässt dein Foto langweilig und überladen wirken. Die Kontraste und Strukturen verschwimmen ineinander und es wird schwierig, sich auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. Du kannst dieses Tool in etwa mit „Struktur“ in Instagram vergleichen. Beide haben ungefähr die selben Auswirkungen, wobei Lightroom natürlich deutlich präziser arbeitet.

 

 

Sättigung

 

Die Sättigung legt lediglich fest, wie viel Farbe dein Instagram-Bild enthält. Je höher der Wert, desto knalliger die Farben. Finde hier ein gutes Mittelmaß, dass den Betrachter nicht in einem Farbenwust erschlägt.

 

 

Dynamik

 

Die Dynamik funktioniert ähnlich wie die Sättigung. Jedoch richtet sich das Tool nach anderen Kriterien. Hier wird das Verhältnis von „farbigeren“ Pixeln im Vergleich zu „Nicht farbigeren“ Pixeln untersucht.

 

Das kann besonders gut im Zusammenhang mit Effekten und Bildstilen wie dem Orange & Teal Look wirken. Außerdem kannst du dein Instagram Bild hiermit “vereinfachen” wenn das Bild durch zu hohe Sättigung zu unruhig wirkt.

 

 

Farbtonung

 

Die Farbtonung lässt dich dein Bild in zwei wesentliche Bereiche unterteilen. Helle und dunkle Flächen. Mit der Teiltonung kannst du nun diese Flächen in Abhängigkeit zueinander bearbeiten. Achte bei hellen Flächen immer darauf, dass sie etwas wärmer wirken, als der Rest deines Fotos.

 

Besonders wenn du dein Instagram Bild an den Orange & Teal Look anlehnen möchtest, solltest du mit diesem Tool bereits die Voreinstellungen treffen. Setze hierfür die Farbe der hellen Flächen auf einen leichten Gelbton. Die Werte auf der Sättigungsskala sollten in der Regel nicht höher als 15 sein.

 

Du wirst folgendes sehen: je mehr du die Sättigung hinzuführst, desto mehr Pixel werden auch angesprochen. Die Schatten kannst du etwas bläulich einfärben, um die Dynamik und Emotion des Instagram Bildes zu verstärken.

 

 

Kamerakalibrierung

 

Oft unterschätzt, doch absolut Gold wert: Die Kamerakalibrierung. Hiermit kannst du die Farbwiedergabe deines Fotos verstellen. So kannst du einen komplett anderen Stil kreieren und deine Fotos mehr an einen bestimmten Look angleichen.

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Orange & Teal Look in Lightroom

 

Mit den Tools in Adobe Photoshop Lightroom kannst du einfach neue Looks und Stile ausprobieren. Beispielsweise auch den oben besprochenen Orange & Teal Look. Dabei spielen die Werkezuge Kamerakalibrierung und Farbton eine besondere Rolle.

 

Das Farbton Werkzeug hat jedoch eine höhere Priorität. Damit setzt du die grobe Farbausrichtung deines Bildes, welche du am Schluss mit der Kamerakalibrierung noch verstärken und verfeinern kannst. Wenn du mit Lightroom deine Instagram Bilder bearbeiten möchtest, solltest du dringend darauf acht geben.

Instagram Bilder bearbeiten Orange & Teal Lightroom

Grundsätzlich kann man sagen: je mehr Kanäle verfügbar sind, desto mehr und genauer kannst du manipulieren. Da Lightroom immer vom Originalbild ausgeht, ist es wichtig einen Überblick über das vorliegende Farbspektrum zu haben. Denn manchmal sind gewisse Farbtöne und Nuancen gar nicht im Bild enthalten und ihre Manipulation ist sinnlos.

 

Bei der Bearbeitung von Instagram-Bildern solltest du darauf achten, dass du zuerst Gelb- und Orangetöne mehr ins Rötliche verschiebst. Außerdem suchst du dir alle möglichen Blautöne heraus. Das können alle Abstufungen von Blau, über Aquamarin bis zu Violett, sein.

 

In diesem Beispiel ist die Farbe Blau am dominantesten vertreten. Aquamarine Pixel sind vorerst nur ganz wenig vorhanden. Verschiebe nun die Blautöne in den aquamarinen-türkisen Bereich und du siehst, dass sich der Bereich sofort aufhellt und einen schönen, natürlichen Kontrast erzeugt. Die Gelbtöne nehmen durch deine Anpassungen eine leicht rötliche Farbe an.

 

 

Instagram Bilder bearbeiten mit Photoshop

 

Photoshop ist im Gegensatz zu Lightroom kein reiner RAW-Converter. Du solltest dennoch erste Anpassungen deiner RAW-Dateien in Adobe Lightroom vornehmen. Danach kannst du in Photoshop dein Instagram Bild bearbeiten und perfektionieren.

 

Für die Bearbeitung in Photoshop solltest du diese Tools kennen und dich etwas mit ihnen auseinandersetzen.

 

 

Pflasterwerkzeug

 

Das Pflasterwerkzeug in Photoshop ist ein klassisches Retusche-Werkzeug. Durch das Drücken der ALT-Taste kannst du einen Punkt in deinem Bild auswählen, der dupliziert werden soll. Durch die Einstellungen des Radius und der Weichheit kannst du die Auswahl der Pixel beeinflussen.

 

Nun kannst du durch Klicken mit der Maustaste auf den zu entfernenden Bildbereich das Werkzeug aktivieren. Ziehst du nun die Maus über dein Bild wird der Bildbereich kopiert.

 

Besonders an diesem Werkzeug ist, dass es auch die Umgebung der Auswahl mit in Betracht zieht. Das gibt dir einen weicheren Übergang und ist besonders bei Aufnahmen im Tageslicht zu empfehlen. Besonders wenn sich störende Objekte im Himmel oder in der Natur befinden.

 

 

Stempelwerkzeug

 

Ähnlich zum Pflasterwerkzeug gibt es das Stempelwerkzeug. Der Unterschied: mit dem Stempel wird die Auswahl identisch auf den neuen Bildbereich kopiert, ohne dass eine Glättung unter der Einbeziehung der Umgebung statt findet.

 

Wenn du deine Instagram Bilder bearbeitest und merkst, dass dich ein Objekt stört, kannst du es hiermit genau so entfernen. Das Stempelwerkzeug eignet sich immer für harte Kanten und Bildbereiche mit hohen Kontrasten und bietet eine Lösung wo das Pflasterwerkzeug nicht richtig arbeitet.

 

 

Masken

 

Masken sind wohl die wichtigsten Bestandteile eines jeden Photoshop-Projekts. Gerade für Fotos ist das wichtig. Warum? Nun ja, mit Masken kannst du Teile einer Ebene einblenden und ausblenden – je nach Belieben.

 

Wenn du also bspw. freistellen möchtest, solltest du NIE das Löschen-Tool (Radiergummi) verwenden. Hast du einmal etwas gelöscht und möchtest es später rückgängig machen, hast du oft keine Wahl außer von vorne anzufangen.

 

Mit Masken ist das deutlich einfacher. Du kannst jederzeit deine Maske pixelgenau (und sogar mit Effekten) bearbeiten. Das spart Zeit und gibt dir mehr Möglichkeiten, dein Instagram Bild kreativ zu gestalten.

 

Außerdem erfährst du hier mehr über die Nachbearbeitung von Produktfotos.

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Eine gute App für mobile Bildbearbeitung: Adobe Lightroom CC

 

Seit einiger Zeit werden auch Apps für Smartphones mit den Betriebssystemen iOS und Android entwickelt. Adobe Photoshop Lightroom CC (früher Lightroom mobile / Lightroom) kombiniert die mächtigen Tools von Lightroom CC für den Desktop Computer mit einer unglaublichen Einfachheit und Schnelligkeit.

 

Die App steht zudem als kostenloser Download zur Verfügung. Mit Lightroom CC bearbeiten viele erfolgreiche Instagrammer ihre Fotos. Kurz gesagt: mit Lightroom kannst du deine Instagram Fotos super bearbeiten und exportieren.

 

Die kostenlose Version der App beinhaltet eigentlich fast alle Features, die du brauchst, um deine Instagram Bilder bearbeiten zu können. Lediglich eine selektive Anpassung des Bildes mit linearen oder radialen Masken ist nicht möglich.

 

Sogar die Gradationskurve ist im kostenlosen Paket dabei. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, findest du hier sowie in deinem App-Store alle Informationen.

Instagram auf einem Smartphone

Instagram ist das soziale Medium der jungen Generation (Quelle: https://bit.ly/2Ubg7jj)

Die optimale Größe für Instagram Bilder

 

Vielleicht hattest du bereits das Problem, dass du ein Foto im Hochformat posten möchtest, du aber gezwungen wirst es zuzuschneiden. Damit das nicht passiert und unter Umständen dein Wasserzeichen oder wichtige Bildobjekte abschneidet solltest du deine Fotos gleich im richtigen Format abspeichern.

 

Das empfohlene Format für Fotos, die hochkant aufgenommen wurden (also im “Portraitmode”) lautet 1 x 1,25. Wobei 1,25 sich bei diesem Bildformat auf die Höhe des Bildes bezieht. Wenn du dein Foto in bspw. Lightroom auf diese Größe zuschneidest kannst du davon ausgehen, dass es genau so auch auf Instagram sichtbar ist.

 

Es wird eine Auflösung von 960 x 1200 empfohlen. Das entspricht zudem genau dem optimalen Seitenverhältnis. Es spielt aber grundsätzlich keine Rolle wie groß dss Foto ist, das du hochlädst. Instagram rechnet die Auflösung automatisch auf das Optimum herunter.

 

Doch Obacht: das Bild sollte trotzdem mindestens eine Auflösung von 960 x 1200 Pixeln haben, da es sonst unscharf und mit hohem Detailverlust dargestellt wird.

Instagram Bildgroessen

Bildgrößen und Auflösungen für Instagram im Überblick

Praxisbeispiel: In Lightroom Instagram Bilder bearbeiten

 

Zuerst importierst du dein Foto über den Tab „Bibliothek“ mit der Option importieren. Ziehe hierfür den gewünschten Ordner auf die große Fläche in Lightroom, oder wähle den Pfad über den Explorer absolut aus.

Jetzt kann bearbeitet werden. Arbeite dich immer erst von oben nach unten, Rückschritte und Nachbesserungen sind natürlich immer möglich.

Instagram Bilder bearbeiten

Schritt 1:  Grundeinstellungen

 

Zu Beginn wird die Belichtung grob korrigiert. In diesem Fall ist das Foto etwas unterbelichtet, daher werden Hightlights, als auch Schatten etwas aufgehellt. Außerdem wird der Kontrast leicht erhöht, um das Bild insgesamt etwas knalliger zu gestalten.

 

Die Helligkeit der weißen Bereiche werden ebenfalls leicht aufgehellt, um den Unterschied zwischen Himmel, den Bäumen und der Straße noch etwas mehr zu verdeutlichen. Außerdem ist der “Scheineffekt” durch die Blätter der Bäume bereits hier schon leicht verstärkt.

Instagram Bilder bearbeiten Helligkeit

Schritt 2: Klarheit und grobe Sättigung

 

In diesem Schritt wird die Klarheit gesetzt. Der Unterschied ist deutlich zu sehen. Durch mehr Klarheit kommen komplexe Strukturen viel besser zum Vorschein. Die Linien und Muster in den Bäumen, aber auch die Gewächse entlang der Straße sehen deutlich greifbarer und realistischer aus.

 

Dazu wird noch die Dynamik und Sättigung etwas verstärkt, um die schönen Grün- und Gelbtöne des Fotos hervorzuheben.

Instagram Bilder bearbeiten Struktur

Schritt 3: Verfeinerung der Belichtung mit der Gradationskurve

 

Nun kommt der entscheidende Punkt: die Gradationskurve anpassen. In diesem Beispiel werden die Highlights, sowie die hellen Mitteltöne etwas aufgehellt. Du siehst sofort, wie viel mehr Kontrast das durchscheinende Licht auf der Straße bekommt.

 

Allgemein kann man jetzt schon deutlich erkennen, wie deutlich der Unterschied zwischen Sonne und Schatten hervorgehoben wurde. Das Sonnenlicht sieht deutlich natürlicher aus.

 

Zusätzlich werden die dunklen Mitteltöne noch etwas abgedunkelt, um den Kontrast, vor allem im Schatten, anzuheben. Die Tiefen des Fotos werden daraufhin noch etwas aufgehellt, so dass der Kontrast in den dunklen Bereichen nicht zu groß wird.

 

Für deine Instagram Bilder kannst du aber auch sehr viel ausprobieren und musst keinem speziellen Muster folgen. Sei kreativ!

Instagram Bilder bearbeiten Gradationskurve

Schritt 4: Verfeinerung der Sättigung und Farben

 

In Schritt 4 ändert sich nicht mehr so viel an deinem Instagram Bild. Du siehst, wie hier die Rottöne des Laubs im Hintergrund deutlich verstärkt sind. Außerdem werden die Blätter durch die Anpassung des Grün- und Gelbkanals etwas abgeändert, so dass ein natürlicher Look erhalten bleibt.

 

Auch hier kannst du kreativ sein! Wenn du den Orange & Teal Stil ausprobieren möchtest, kannst du Aquamarin-, sowie Orangewerte verstärken und aufhellen (sofern Blautöne überhaupt vorhanden sind).

Instagram Bilder bearbeiten Farbton

Schritt 5: Teiltonung

 

Mit der Teiltonung kommt Abwechslung ins Spiel! Hier werden helle und dunkle Bereiche aufgetrennt und lassen sich separat einfärben. Als kleine Faustregel werden helle Bereiche eher gelblich eingefärbt und dunkle Bereiche eher bläulich. Du siehst hier sofort den Unterschied, wie viel dynamischer und interessanter das Foto aussieht.

Instagram Bilder bearbeiten Teiltonung

Schritt 6: Nachschärfen

 

Nun wird das Foto etwas nachgeschärft und das Bildrauschen reduziert. Das kannst du ganz individuell auf dein Foto anwenden. Jedoch achte darauf, dass du nicht zu viel Glättung bei der Reduzierung des Bildrauschen anwendest. Es kann sein, dass du dadurch einige Details verlierst.

 

 

Schritt 7: Kamerakalibrierung setzen und Effekte nutzen

 

Zuerst wird eine Vignette erzeugt. Eine Vignette ist sozusagen ein Rand, der entweder schwarz oder weiß sein kann und verschiedene Effekte haben kann. Hier wird eine dunkle Vignette mit wenig Härte erzeugt, um die Ränder des Fotos noch etwas mehr abzudunkeln.

 

Bei der Kamerakalibrierung werden die Farbtöne erneut angepasst und aufeinander abgestimmt. Hier kannst du einiges ausprobieren, oft findet man hier noch die ein oder andere interessante Lösung.

Instagram Bilder bearbeiten Kamerakalibrierung

Schritt 8: Bildformat für Instagram richtig wählen

 

Wähle das richtige Bildformat. Da es sich hier um ein Foto im Hochformat handelt, muss die Höhe noch angepasst werden. Instagram erlaubt bei Bildern im Hochformat ein Seitenverhältnis von 1 zu 1,25. Beachte dringend das Format anzupassen, bevor du dein Instagram Bild letztendlich exportierst.

Instagram Bilder bearbeiten Vergleich

Im Vergleich das Original (links) und das bearbeitete Instagram Bild (rechts).

Fazit: Qualität vor Quantität

 

Auch wenn sich deine Instagram-Fotos gut in der App selbst bearbeiten lassen wird die Qualität eines mit Lightroom bearbeiteten Fotos nicht erreicht. Die Tools sind deutlich leistungsstärker und versprechen eine höhere Qualität und mehr Anpassungsmöglichkeiten.

 

Das beste Ergebnis kommt aber oft nicht von stundenlangem Bearbeiten in Photoshop und Lightroom. Besonders bei Instagram-Bildern gilt, dass die Einfachheit siegt. Denke auch daran deine RAW-Fotos immer zuerst in Lightroom zu bearbeiten und danach erst in Photoshop weiter zu verändern.

 

Wenn du etwas Zeit in Kauf nehmen kannst solltest du deine Fotos mit Apps wie Lightroom CC bearbeiten, um mit einem Foto noch mehr Interaktionen zu erzielen. Andererseits kannst du natürlich auch mit den Instagram internen Tools deine Fotos deutlich aufhübschen. Das hängt immer ganz davon ab, ob du mit dem Smartphone fotografierst oder nicht.

 

Doch lass dich nicht unter Druck setzen! Nur weil du ein Bild vom Smartphone auf Instagram hochlädst, heißt das lange nicht, dass es schlecht sein muss! Sei kreativ und lass deinen Ideen freien Lauf!

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Bjarne Seidel

Leidenschaftlicher Fotograf. Gründer von Blindbirdy Productions und Student der Medieninformatik an der Hochschule Hof.

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