[RECAP] Ein Hauch von „DHDL“ in Hof: Studierende pitchen ihre Geschäftsideen am Demo Day
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Demo Day 2019

[RECAP] Ein Hauch von „DHDL“ in Hof: Studierende pitchen ihre Geschäftsideen am Demo Day

Am 24.01.2019 fand an der Hochschule Hof eine Premiere statt: 8 studentische Teams präsentierten 80 interessierten Gästen aus der Region ihre Geschäftsideen. Die Gemeinschaftsveranstaltung der Hochschule Hof und des digitalen Gründerzentrums Einstein1 setzte die Reihe der „digitalen Donnerstage“ an der Hochschule fort. Jeden Donnerstag treffen sich dort digitale Maniacs, Startups und mittelständische Unternehmen aus ganz Oberfranken und darüber hinaus zum Austausch über aktuelle Themen der Digitalisierung.

 

 

 

Der Startschuss: “Geschäftsmodelle entwickeln und gestalten”

 

Vorausgegangen war eine dreimonatige Vorarbeit: Im Rahmen des Kurses „Geschäftsmodelle entwickeln und gestalten“ projektierten studentische Teams unter Anleitung von Prof. Dr. Seidel im Rahmen des Wintersemesters ihre Startup-Ideen.

 

Das didaktische Konzept dieses Moduls beinhaltete Werkzeuge der agilen Geschäftsmodellentwicklung, aber insbesondere viele Praxisphasen. In diesen mussten die Studierenden die eigene Idee immer wieder in Frage stellen. Als Planungstool diente dabei der St. Galler Business Navigator, ein brandneues Tool zur Geschäftsmodellentwicklung.

 

In aufeinanderfolgenden Phasen wird dabei sichergestellt, dass die projektierte Lösung zum Kunden passt und dass ein Markt dafür vorhanden ist. So spart man Zeit und Geld: Nur dann, wenn ein Prototyp existiert und der sogenannte proof-of-concept vorliegt, werden größere Ressourcen in ein Projekt investiert. Dieses neue Vorgehen hält Verluste klein und maximiert gleichzeitig den Lernerfolg. Von Anfang an steht der Kunde im Mittelpunkt.

Im Wintersemester 2018/19 entwickelten Studierende der Hochschule Hof gemeinsam mit Prof. Dr. Seidel und Coaches aus der Region ihre innovativen Geschäftsideen

Geschäftsmodelle aus allen Bereichen: Sport, Gaming, Retail, Food und Gastronomie

 

Die Geschäftsideen der Studierenden deckten ein breites Themenspektrum ab: So entwickelt das Team „Horzary“ gestrickte Ohrenhauben für den Reitsport. Diese Hauben verhindern, dass Insekten in die Ohren der Tiere gelangen. Reiter fotografieren den Kopf ihres Tieres und ein selbstlernendes System ermittelt die Vorlage für die Produktion. Im Gegensatz zum Wettbewerb kann der Kunde sein Produkt online konfigurieren und mit weiteren Produkten wie Stirnriemen kombinieren.

 

Das Startup „Königsklasse“ ist im Gaming-Branche unterwegs und programmiert ein Online-Spiel mit Elementen aus dem Fußball. Dort besteht gegenwärtig eine Marktlücke, die das Team mit ihrem Alleinstellungsmerkmal „Simulations-Entertainment“ füllen möchte.

 

Gleich drei Teams fokussierten sich auf die Gastronomie-Branche und entwickelten Apps zur Digitalisierung der Customer-Journey in Restaurants oder innovative Bestellkonzepte.

 

Weitere Teams widmeten sich einem motorisierten und digitalisierten Einkaufstrolley sowie einer Inhouse-Lösung für Betriebssport mittels EMS-Training. Diese Technologie, die ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurde, ermöglicht mittels elektrischer Muskel-Stimulation sehr schnelle Trainingserfolge mit geringem Zeiteinsatz.

 

Das Team „Recycoal“ hat sich eine Lösung für das Gesundheitsrisiko beim Shisha-Rauchen ausgedacht: Die früher üblichen Kohlen werden durch eine Batterie ersetzt.

8 Teams aus 5 Studiengängen der Hochschule Hof pitchten beim Demo Day 2019 ihre Geschäftsideen

Die Gründungslehre der Hochschule Hof macht es möglich

 

Die Voraussetzung für so viele gute Ideen war eine konsequent interdisziplinäre Ausrichtung des Lehrmoduls im Rahmen der Gründungslehre der Hochschule Hof. Die Teilnehmer kamen aus fünf unterschiedlichen Bachelor- und Masterstudiengängen. So entstand in den Teams eine gute Arbeitsteilung: Informatiker und Ingenieure lieferten die Ideen, die Betriebswirte kümmerten sich meist um Marketing und Planung.

 

Darüber hinaus hatten die Teams die Chance, sich bei ihren Entwicklungen von Experten aus den Hochschulinstituten sowie von Mentoren aus dem Unterstützernetzwerk des digitalen Gründerzentrums unterstützen zu lassen. Dadurch wurden die Projekte durch wertvolle Anregungen und Professionalität bereichert.

 

Wir hoffen, dass aus vielen dieser Ideen einmal echte Firmen entstehen. Über den Kurs hinaus können sich die Teams weiter von den Mitarbeitern des Einstein1 beraten lassen. Dieses Angebot steht auch allen technologieorientierten Gründern aus der ganzen Region offen.

 

Mehr Infos unter: www.einstein1.net/gruendungsberatung

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Prof. Dr. Michael Seidel

Professor an der Hochschule Hof, Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Entrepreneurship und Regionalmanagement, dort auch umfangreiche Forschungsprojekte. Background als Unternehmer und immer Gründungsberater aus Leidenschaft. Autor: Regionalmarketing als räumliches Steuerungs- und Entwicklungsinstrument. Grundlagen – Konzepte – Fallbeispiele.

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