Sitemap erstellen und einreichen bei Google: so funktioniert’s!
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Sitemap erstellen

Sitemap erstellen und einreichen bei Google: so funktioniert’s!

Jede Website und jeder Onlineshop ist anders. Was sie aber alle gemein haben, ist, dass sie meist mehrere Seiten (Webpages) beherbergen, die den User über das Angebot, die Leistungen, die Erreichbarkeit und vieles mehr des Unternehmes informieren.

 

Eine sog. Sitemap hilft Besuchern bei der Orientierung und Suchmaschinen bei der Indexierung einer Webseite. Dabei kann die Sitemap als eine Art Inhaltsverzeichnis verstanden werden, die alle Pages einer Website in einem Dokument vereint.

 

Warum Sitemaps nicht nur für Besucher wichtig sind, und wie du eine sitemap.xml-Datei für Google und andere Suchmaschinen erstellst, erfährst du im folgenden Beitrag.

 

 

 

Was ist eine Sitemap?

 

Eine Sitemap definiert Google als eine Datei, mit der du Informationen zu den einzelnen Seiten deiner Website sowie deren Zusammenhänge untereinander für Webcrawler wie den Googlebot bereitstellen kannst.

 

Darüber hinaus kannst du mit Sitemaps detaillierte Informationen zu Bildern, Videos und anderen Dateien auf deiner Webseite für Google und andere Suchmaschinen zur Verfügung stellen.

 

Eine zweite Art von Sitemaps sind HTML Sitemaps, die eine eigene Unterseite deiner Webseite sein können und den Besuchern als Orientierung dienen.

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Warum ist sie wichtig?

 

Beide Sitemaps, sowohl die XML wie auch die HTML-Version, haben eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung. Die sitemap.xml Datei erleichtert den Suchmaschinencrawlern das Auffinden alle Seiten einer Domain.

 

Sie kann verhindern, dass einzelne Seiten möglicherweise nicht gefunden und nicht indiziert werden. Zusätzlich enthaltene Informationen erleichtern Suchmaschinen eine Website zu verstehen und sie schneller und intelligenter zu durchsuchen.

 

Das Crawling Budget, also die Zeit, die ein Suchmaschinenbot für das Durchsuchen einer Webseite aufwenden kann, wird dadurch geschont. In der gleichen Zeit können mehr Seiten einer Domain durchsucht und in den Index aufgenommen werden.

 

Für die Besucher können HTML-Sitemaps eine wichtige Orientierungshilfe sein. Insbesondere bei umfangreichen Webseiten. Je einfacher sich Besucher auf einer Webseite orientieren können und ihr Ziel erreichen, umso länger werden sie auf der Webseite verweilen.

 

Dies Verweildauer ist für Google ein wichtiges Rankingkriterium. Suchmaschinenbots nutzen HTML Sitemaps ebenfalls als Orientierungshilfe.

Screenshot erstellen Obi

Beispiel für eine HTML-Sitemap auf obi.de (Quelle: https://bit.ly/2UQbvwn)

Wo wird sie eingesetzt?

 

HTML-Sitemaps werden gerne im Bereich E-Commerce SEO von großen Online-Shops mit vielen Kategorien und Produkten sowie anderen umfangreichen Websites eingesetzt, um den Besuchern einen Überblick über die Webseite oder den Shop zu bieten.

 

XML-Sitemaps sind dagegen für die Besucher nicht sichtbar. Sie werden nur von Suchmaschinenbots gelesen und für die Orientierung in einer Domain genutzt. Beide Sitemap-Arten sollten daher immer auf dem neuesten Stand sein.

 

Sitemaps sind jedoch nicht für alle Webseiten unbedingt erforderlich. Google nennt bspw. in seiner Search Console Hilfe eine Reihe von Kriterien, wann eine Sitemap erstellt werden sollte und wann keine erforderlich ist.

XML Sitemap erstellen Einstein1

So sieht eine XML-Sitemap am Beispiel der Website von Einstein1 aus

Wann benötige ich eine XML Sitemap?

 

Prinzipiell ist es immer ratsam, für seine eigene Website eine Sitemap zu haben. Gerade wenn deine Webseite neu ist und erst wenige oder keine externen Links auf deine Website verweisen, ist sie empfehlenswert.

 

Denn ohne externe Links und ohne eingereichte Sitemap wird es der Googlebot schwer haben, deine Website beim Crawlen des Webs zu finden. Unverzichtbar ist eine Sitemap bei sehr umfangreichen Webseiten wie beispielsweise Online-Shops mit vielen Kategorien und Produkten.

 

Wegen des großen Umfangs können Webcrawler aktualisierte oder neue Seiten übersehen. Ebenso solltest du eine Sitemap erstellen, wenn deine Seite eine Vielzahl von Inhaltsseiten umfasst, die nur wenig miteinander verknüpft sind und nicht aufeinander verweisen.

 

Empfehlenswert ist die Erstellung einer Sitemap, wenn deine Webseite zahlreiche Bilder, Videos, News oder einen stets gepflegten Blog enthält. In diesem Fall kannst du die Sitemap nutzen, um Google zusätzliche Informationen zu diesen Inhalten bereitzustellen.

 

Sitemaps sind laut Google für kleine Websites mit einem Umfang von weniger als 500 Seiten und guter interner Verlinkung im Prinzip nicht erforderlich. Es sei denn, du möchtest Seiten bestimmen, die deiner Meinung nach in den Suchergebnissen erscheinen sollten.

 

Dennoch würde ich die Implementierung und Einreichung einer Sitemap immer empfehlen.

 

 

 

Eine Sitemap erstellen? So geht das richtig!

 

HTML Sitemaps sind aufgebaut wie jede andere HTML-Seite einer Domain. Sie enthalten – entsprechend der Struktur deiner Webseite – eine Liste der vorhandenen URLs in Form von klickbaren Links.

 

Für die Erstellung einer XML Sitemap hast du mehrere Möglichkeiten. Im Internet findest du verschiedene kostenlose Tools, die ähnlich einem Crawler deine Domain durchsuchen und anschließend eine Sitemap erstellen.

 

Für Content Management Systeme wie WordPress und andere stehen Plugins wie bspw. das Yoast SEO Plugin zur Verfügung, mit denen du automatisch eine sitemap.xml Datei erstellen kannst.

 

Ein Vorteil der automatisierten Erstellung ist, dass Tippfehler vermieden werden und eine Aktualisierung nach Veränderungen mit einem Klick möglich ist. Die dritte Möglichkeit ist die Erstellung einer Sitemap von Hand mit einem beliebigen Text-Editor.

 

Jede sitemap.xml hat im Prinzip folgendes Aussehen:

 

< ?xml version=”1.0″ encoding=”UTF-8″?>

< urlset xmlns=”http://www.sitemaps.org/­­­
schemas/sitemap/0.9″>

< url>
< loc>https://www.meine-webseite.de/< /loc>
< lastmod>2020-03-28< /lastmod>
< changefreq>weekly< /changefreq>
< priority>1.0< /priority>
< /url>

< url>
< loc>https://www.meine-webseite.de/kategorie-1/< /loc>
< lastmod>2020-04-01< /lastmod>
< changefreq>weekly< /changefreq>
< priority>0.8< /priority>
< /url>

< /urlset>

 

Die erste Zeile

< ?xml version=”1.0″ encoding=”UTF-8″?>

teilt den Suchmaschinen mit, dass es sich um eine XML-Datei handelt. Hier wird die XML Version und das verwendete Enconding angegeben. Die XML Version 1.0 und das UTF-8 Encoding sind für Sitemaps obligatorisch.

 

Für XML Sitemaps zwingend erforderlich sind die drei folgenden Tags:

 

< urlset>: Dieses Tag öffnet und schließt die Datei und verweist auf den aktuellen Protokollstandard.

 

< url>: Das URL-Tag ist das übergeordnete Tag für jeden URL-Eintrag.

 

< loc>: Hier wird die URL der Seite eingetragen. Der Eintrag muss mit dem Protokoll, zum Beispiel “https” beginnen und mit einem Schrägstrich enden, falls dein Webserver dies vorschreibt. Die URL darf eine Länge von maximal 2048 Zeichen haben.

 

Neben den obligatorischen Tags kann eine Sitemap wie im Beispiel weitere Tags enthalten, die zusätzliche Informationen bereitstellen. Optionale Tags sind:

 

< lastmod>: Enthält das Datum der letzten Änderung einer Seite im W3C DateTime Format. Möglich ist ein Eintrag im Format JJJJ-MM-TT

 

< changefreq>: Dieses Tag dient zur Angabe, wie oft die Seite geändert wird. Möglich sind die Angaben always, hourly, daily, weekly, monthly, yearly, never

 

< priority>: Mit diesem Tag kannst du angeben, wie wichtig eine Webpage für dich ist. Dieser Wert bezieht sich auf die Priorität dieser URL im Vergleich zu anderen URLs auf deiner Webseite. Der Wert kann zwischen 0.0 und 1.0 betragen. Der Standardwert für die Priorität ist 0.5.

 

Die Unterstützung für diese optionalen Tags kann je nach Suchmaschine variieren. Wichtig ist, dass alle URLs von einem einzigen Host, etwa “meine-webseite.de” stammen. Das heißt, für Subdomains wie “en.meine-webseite.de” musst jeweils eine eigene Sitemap erstellen.

 

Der Umfang einer sitemap.xml ist auf maximal 50.000 URLs und eine Dateigröße von 50 MB begrenzt. Falls die Webseite mehr Seiten umfasst, müssen gegebenenfalls weitere Sitemaps erstellt werden. Dann ist eine zusätzliche Indexdatei erforderlich, in der die einzelnen Sitemaps aufgeführt werden.

 

Die fertige XML Datei sollte im Rootverzeichnis des Servers gespeichert werden. Du kannst es selbst einmal testen: besuche eine Website deiner Wahl und gib als Pfad der Domain in der Browserleiste einfach “/sitemap.xml” oder “/sitemap_index.xml”ein.

 

Zudem ist es empfehlenswert, die Sitemap in die robots.txt Datei mit: sitemap: https://www.meine-webseite.de/sitemap.xml (Beispiel) einzutragen.

 

 

 

Einreichen einer Sitemap bei Google

 

Damit Google weiß, dass für deine Webseite eine Sitemap existiert, kannst du sie bei Google auf zwei verschiedene Arten einreichen.

 

Die erste Möglichkeit ist ein sogenannter manueller Ping. Dies ist ein einfacher HTTP Request, den du in die Adresszeile deines Browsers wie folgt eingeben kannst:

http://www.google.com/ping?sitemap=https://www.meine-webseite.de/sitemap.xml

 

Dieser Ping-Befehl sorgt dafür, dass deine Webseite so schnell wie möglich gecrawlt wird.

 

Die zweite Möglichkeit ist das Einreichen über die Google Search Console.

 

Logge dich in die Google Search Console ein bzw. lege eine neue “Property” (also deine Domain) an. Wähle dann die gewünschte Webseite aus.

 

Danach klickst du links in der Navigation auf “Sitemaps”. Anschließend kannst du die URL deiner Sitemap eingeben und abschicken.

 

Danach überprüft Google die Datei auf Fehler und informiert dich in einer Übersicht über den Verarbeitungsstatus.

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Fazit: die Einreichung dieser technischen Conten-Übersichts-Datei lohnt sich

 

Eine Sitemap ist nicht zwingend erforderlich. Sie gehört dennoch für viele zu den SEO-Grundlagen und ist für große Websites eigentlich ein Muss. Denn je umfangreicher eine Webseite ist, umso schwerer fällt Crawlern und Besuchern die Orientierung.

 

Mit einer sitemap.xml zeigst du Suchmaschinenbots, wie deine Seite aufgebaut ist und erleichtert ihnen das Crawlen und indizieren aller wichtigen Seiten.

 

Für Besucher sind HTML Sitemaps eine willkommene Orientierungshilfe, die letztendlich auch der Suchmaschinenoptimierung zugutekommt.

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Niko Emran

Hi, ich bin Niko. Als Redakteur und Blogger beim digitalen Gründerzentrum Einstein1 in Hof schreibe ich über Online Marketing, Gründer und Startups. Meine Leidenschaften? Online Marketing und Entrepreneurship!

2 Kommentare
  • Avatar for Niko Emran
    Alexander Klein Antworten
    Gepostet um 12:43, 6. Mai 2020

    Hallo Niko! Sorry, vielleicht ist die Frage nicht zum Thema, aber gibt es einen JSON-LD Online-Generator?

    • Avatar for Niko Emran
      Gepostet um 6:54, 7. Mai 2020

      Hallo Alexander, es gibt verschiedene JSON-LD Online-Generatoren. Wir empfehlen eine Suche via Google. Wir bevorzugen den von webcode.tools. Alles Gute!

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